Montag, 27. September 2021

Bitkom zum Ausgang der Bundestagswahl

„Digitalisierung an die Spitze der politischen Agenda stellen“



Berlin, 26. September 2021 - Zum Ausgang der Bundestagswahl erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Die Wählerinnen und Wähler haben ihre Wahlentscheidung getroffen. Nun ist es an den im Bundestag vertretenen Parteien und Abgeordneten, eine Entscheidung über die künftige Bundesregierung und deren Programm zu treffen. Wer auch immer die nächste Bundesregierung bildet: Sie hat den Auftrag, die Wirtschaft zu stärken und Deutschland in die digitale Zukunft zu führen. Die Zeichen müssen nun auf Transformation und Digitalisierung gestellt werden. Digitalpolitik ist keine Klientelpolitik, Digitalisierung geht alle an – und diesen Wandel voranzutreiben und zu gestalten, muss eine wesentliche Aufgabe der neuen Regierung sein. Die Digitalwirtschaft erwartet von der künftigen Bundesregierung kein digitales Klein-Klein, sondern den längst überfälligen, großen digitalpolitischen Wurf.

Die Anhängerinnen und Anhänger aller für eine Regierungskoalition in Frage kommenden Parteien fordern mehrheitlich eine ehrgeizige Digitalpolitik, wie repräsentative Umfragen im Auftrag des Bitkom zeigen. Ein eigenständiges und starkes Digitalministerium fordern 77 Prozent im Lager der Union, bei den Grünen sind es 74 Prozent, bei der FDP 73 Prozent, bei der Linken 72 Prozent und bei der SPD 58 Prozent. Auch bei den wichtigsten digitalpolitischen Themen wie der Digitalisierung von Schulen, der Sicherung von Arbeitsplätzen in der digitalen Wirtschaft und der Modernisierung der Verwaltung geht es nicht um das Ob, sondern um das Wie und Wann. In allen Parteilagern stehen diese Themen oben auf der Prioritätenliste.

Nach der Bundestagswahl vor vier Jahren haben wir eine beispiellose Hängepartie erlebt, die sich nicht wiederholen darf. Die taktischen Spiele von damals haben wertvolle Zeit gekostet, doch die Digitalisierung duldet keinen Aufschub. Es braucht jetzt zügige Sondierungen und dann eine Koalition der Vernunft mit einem überzeugenden und also gleichermaßen ambitionierten wie realitätsnahen und vor allem digitalen Programm.“

Dienstag, 27. Juli 2021

Unerwünschte Zugriffe auf das Smartphone verhindern

eco Verband gibt 7 Tipps




Das Smartphone ist unser ständiger Begleiter, selbst im Urlaub am Strand oder See, und daher in vielen Situationen gefährdet. Auch aus der Ferne sind illegale Zugriffsversuche möglich. Die Spionage-Software Pegasus hat eindrucksvoll bewiesen, wie Sicherheitslücken ausgenutzt werden können, um heimlich Software zu installieren und anschließend die Kommunikation auf dem Smartphone zu überwachen. Wer sein Handy aktiv vor fremden Zugriffen schützt, der minimiert das Risiko, dass Bilder, Kontakte und Zugangsdaten zu Banking und Shopping-Portalen in falsche Hände gelangen.

Der eco Verband gibt 7 Tipps, die jeder Smartphone-Besitzer beherzigen sollte, um unerwünschte Zugriffe zu unterbinden. „Die Fülle an persönlichen Daten in einem Gerät macht das Smartphone für Cyberkriminelle zu einem immer beliebteren Zielobjekt ihrer Angriffsversuche. Die Sicherheit des Gerätes sollte daher jeder Nutzer aktiv überprüfen. Im Falle eines tatsächlichen Verlustes werden Sie sich selbst dankbar sein, rechtzeitig vorgesorgt zu haben“, sagt Alexander Rabe, Geschäftsführer des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V.

  1. Richten Sie eine Displaysperre ein. Fast alle Handys sind ab Werk bereits durch eine SIM-Sperre geschützt, die beim Anschalten nach Ihrer PIN für die SIM-Karte fragt. Das sollten Sie unbedingt beibehalten und zusätzlich eine Display-Sperre aktivieren, die sich mit einem anderen Code oder biometrisch per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung lösen lässt.
  2. Installieren Sie Updates! Die Anbieter veröffentlichen regelmäßig Updates fürs Betriebssystem oder die installierten Apps. Installieren Sie diese zeitnah, denn mit den Aktualisierungen werden meist nicht nur neue Funktionen, sondern auch wichtige Sicherheitsupdates mitgeliefert. Aktivieren Sie automatische Updates für Ihre Apps im App Store, nur über WLAN um Daten zu sparen, um Ihre Anwendungen automatisch aktuell zu halten.
  3. Machen Sie Backups! Schützen Sie sich vor Datenverlust, indem Sie alle Fotos, Videos, Kalenderdaten und Kontakte online speichern. Es gibt viele Anbieter, die das für Sie übernehmen, beispielsweise iCloud, Google Drive oder OneDrive. Dies können Sie je nach Anbieter unter Einstellungen / Sichern und Wiederherstellen konfigurieren.
  4. Laden und nutzen Sie nur Apps aus den offiziellen App-Stores, etwa dem Google Play oder dem Apple App Store. Apps von unbekannten Webseiten enthalten möglicherweise Schadcode. Folgen Sie keinen Links in einer E-Mail oder einer anderen Nachricht, der sie zu einem App-Download führt. Stattdessen suchen Sie besser manuell im offiziellen App-Store nach der Anwendung und installieren Sie sie von dort. Unterbinden Sie in den Einstellungen auf Ihrem Handy die Installation von Apps unbekannter Herkunft.
  5. Prüfen Sie in den App-Stores vorab, welche Berechtigungen – beispielsweise Zugriff auf Kontakte, Kamera oder Standort – die App braucht. Viele Apps sammeln mehr Daten, als auf den ersten Blick nötig erscheint. In den Einstellungen des Smartphones lassen sich die Berechtigungen auch nach der Installation einschränken.
  6. Verschlüsseln Sie Ihr Smartphone, damit im Falle eines Geräteverlustes Daten nicht in fremde Hände fallen. Neuere Betriebssysteme verschlüsseln die Nutzerdaten auf dem Smartphone automatisch, um Mails, Kontakte, Fotos, Downloads oder Zugangsdaten zu schützen. Ältere Smartphones lassen sich in den Einstellungen manuell verschlüsseln. Prüfen Sie auch, ob die Daten auf der SD-Karte im Gerät verschlüsselt sind.
  7. Seien Sie vorsichtig in offenen WLANs. In einem offenen WLAN surfen Sie zwar kostenlos, es ist aber auch relativ einfach, Ihren Datenverkehr zu belauschen. Verzichten Sie in offenen WLAN auf Homebanking und auf alle Dienste, bei denen Sie sich einloggen müssen wie Amazon oder Mail.

Freitag, 18. Juni 2021

Verreisen in tierischer Begleitung

TASSO e.V. gibt Tipps für die Urlaubsplanung


© TASSO e.V.

Sulzbach/Ts., 17. Juni 2021 – Sommer, Sonne, Urlaubsstimmung: Dank sinkender Corona-Zahlen ist Reisen innerhalb Deutschlands sowie im europäischen Ausland wieder weitestgehend möglich. Ob Campingurlaub an der Nordsee oder das Ferienhaus in Österreich, für viele Tierhalter ist es selbstverständlich, dass ihr tierischer Freund sie in den Urlaub begleitet. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes kostenloses Haustierregister betreibt, hat die wichtigsten Tipps für eine entspannte Reiseplanung mit Haustier zusammengefasst.

Neue Wanderwege erkunden oder schöne Stunden am See verbringen – ein Urlaub verspricht für Mensch und Tier meist eine gelungene Kombination aus Entspannung und Abenteuern. „Grundsätzlich sind die meisten Hunde tolle Reisebegleiter, sie finden es spannend an der Seite ihrer Familie Neues zu entdecken“, weiß TASSO-Leiter und langjähriger Hundehalter Philip McCreight. Dennoch müssen Urlaubsort sowie die Art der Reise für den Vierbeiner passend sein. Bei langen Flugstrecken, Großstadttrips oder Reisen in sehr heiße Länder ist es nicht unbedingt ratsam, den Vierbeiner mitzunehmen. Auch ein Kletterabenteuer ist für einen Hund eher nicht die richtige Wahl. Dann sind Tierhalter besser beraten ihren tierischen Liebling bei Bekannten oder Verwandten sicher unterzubringen oder ihn in die Obhut einer professionellen Betreuung zu übergeben.

Schutz durch Kennzeichnung und Registrierung

In jedem Fall sollte das Tier spätestens jetzt zur Urlaubszeit kostenlos im Haustierregister von TASSO registriert werden. Ob am Urlaubsort oder zu Hause bei der professionellen Tierbetreuung: Wenn ein Tier entläuft, sind die Chancen, dass es schnell zu seiner Familie zurückkehren kann dann am größten, wenn die Daten des Transponders, den es unter der Haut trägt, zusammen mit den Daten des Tierhalters in der TASSO-Datenbank hinterlegt sind. 

Reisen in tierischer Begleitung – Darauf sollten Tierhalter achten

Sind sowohl die Reiseart als auch der Urlaubsort für den tierischen Begleiter geeignet und die Einreisebestimmungen mit Tier vorab geklärt, steht einem gemeinsamen Urlaub nichts mehr im Wege. Sehr viele Hotels, Ferienressorts, Vermieter von Ferienhäusern und -wohnungen sowie Campingplätze sind auf Vierbeiner eingestellt. Wer bei der Suche nach einer Unterkunft gezielt darauf achtet, dass Hunde mit von der Partie sein dürfen, wird schnell fündig.

Besonders komfortabel reisen Hunde im Auto, da Tierhalter regelmäßige Pausen einplanen können. Natürlich muss der tierische Partner während der Fahrt korrekt gesichert werden, damit weder für ihn noch für andere Fahrgäste eine Gefahr entsteht. Auch im Zug dürfen Hunde mit auf Reisen gehen. Für ein Ticket ist hier häufig der halbe Fahrpreis fällig. Es gilt grundsätzlich Leinen- und oft auch eine Maulkorbpflicht. Wer mit dem Flugzeug in den Urlaub reist, kann seinen Vierbeiner nur dann mit an Bord nehmen, wenn er sehr klein ist und in eine Transporttasche passt. Die Bestimmungen hier sind von Fluglinie zu Fluglinie unterschiedlich. Ob Zug oder Flugzeug, es ist wichtig, dass sich Reisende frühzeitig über die jeweiligen Bestimmungen informieren.

Checkliste für das tierische Reisegepäck

Bei der Urlaubsvorbereitung sollten Tierhalter unter anderem auch an den Heimtierausweis mit Informationen zu den letzten Impfungen sowie an wichtige Telefonnummern – wie die eines Tierarztes vor Ort oder eines Ansprechpartners der Haftpflichtversicherung – denken. Tierhalter sollten für Ihren Vierbeiner unbedingt eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung abschließen, die auch im Ausland gilt. Zudem sollten Futter und Hygieneartikel, Transportbox, Maulkorb (wenn nötig), Leine, Decke und Spielzeug eingepackt werden. Nicht zu vergessen: die Reiseapotheke mit den Medikamenten, die das Tier benötigt, Mittel gegen Reiseübelkeit und Durchfall, Wund- und Desinfektionsspray sowie Verbandsmaterial.

Damit auf der Reise und am Urlaubsort auch nichts Wichtiges fehlt, bietet TASSO eine Checkliste für das tierische Reisegepäck.

Donnerstag, 3. Juni 2021

Kontaktloses Bezahlen wird durch Corona zum Standard

6 von 10 wollen auch künftig seltener Bargeld nutzen




Der Boom beim kontaktlosen Bezahlen an der Ladenkasse seit Beginn der Corona-Pandemie setzt sich fort. In den drei Monaten von Februar bis April haben 9 von 10 (85 Prozent) der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger mindestens einmal kontaktlos mit Karte, Smartphone oder Smartwatch im Geschäft bezahlt. Zum Ende vergangenen Jahres lag der Anteil noch bei 79 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. 

Fast ein Viertel (23 Prozent) zahlt dabei täglich oder mehrmals täglich kontaktlos (von September bis November 2020: 18 Prozent). Noch etwas mehr nutzen kontaktlose Bezahlmöglichkeiten mehrmals die Woche (26 Prozent, 2020: 28 Prozent) oder zumindest einmal die Woche (27 Prozent, 2020: 20 Prozent). „Kontaktloses Bezahlen ist seit Beginn der Corona-Pandemie zum absoluten Standard geworden – und wird das auch bleiben. Es ist bequem, schnell und mit Smartwatch oder Smartphone dank biometrischer Schutzmaßnahmen wie Fingerabdruckscanner besonders sicher“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. 4 von 10 (38 Prozent) Kundinnen und Kunden haben in den vergangenen drei Monaten an der Kasse zu Smartphone oder Smartwatch gegriffen. 7 Prozent bezahlen auf diese Weise sogar täglich oder mehrmals täglich, weitere 5 Prozent mehrmals wöchentlich, 7 Prozent zumindest einmal die Woche. Rund ein Fünftel (19 Prozent) nutzt Smartphone oder Smartwatch an der Kasse seltener.

Mehrheit fordert: Überall muss elektronisches Bezahlen möglich sein

Rund ein Drittel (32 Prozent) gibt dabei an, in der Corona-Pandemie erstmals das kontaktlose Bezahlen ausprobiert zu haben, 10 Prozent haben in der Zeit zum ersten Mal mit Smartphone oder Smartwatch bezahlt. Ein Grund dafür: Mehr als die Hälfte (55 Prozent) empfindet das kontaktlose Bezahlen hygienischer. Zwei Drittel (69 Prozent) nutzen aus diesem Grund in der Pandemie seltener Bargeld als früher. Und 59 Prozent sind sicher, auch nach der Corona-Pandemie häufiger auf Bargeld zu verzichten. 6 von 10 Befragten (60 Prozent) geben zudem an, dass es sie stört, wenn sie nicht bargeldlos mit Karte, Smartphone oder Smartwatch bezahlen können. Eine Mehrheit von 57 Prozent fordert daher, dass alle Geschäfte gesetzlich verpflichtet werden sollten, neben Bargeldzahlungen auch mindestens eine elektronische Bezahlmöglichkeit anzubieten. Rohleder: „Es ist überfällig, dass Kundinnen und Kunden überall echte Wahlfreiheit beim Bezahlen bekommen. Digitales und kontaktloses Bezahlen sollte flächendeckend genauso akzeptiert werden wie Cash.“

Die Veränderungen der Finanzwelt durch die Digitalisierung stehen auch im Mittelpunkt der Digital Finance Conference des Bitkom am 9. und 10. Juni 2021. Mehr als 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich über Themen wie dezentrale Finanz- und Blockchain-Lösungen, digitale Souveränität und Plattformen und Nachhaltigkeit in der Finanzlandschaft austauschen. 

Als Speaker treten u.a. auf Burkhard Balz, Vorstandsmitglied der Bundesbank, Dr Nazim Cetin, CEO von Allianz X, Dr. Jörg Kukies, Staatssekretär des Bundesfinanzministeriums, Antony Cahill, Managing Director Europe Regions von Visa, und Mirjam Staub-Bisang, Country Head, BlackRock Switzerland. Alle Informationen und die Möglichkeit, sich kostenfrei anzumelden, online unter: finance-conference.berlin

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch zwischen Anfang Februar und Anfang Mai befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Welche der folgenden Aktivitäten bzw. Handlungen haben Sie in den letzten 3 Monaten unternommen?“ und „Bitte geben Sie an, inwieweit Sie diesen Aussagen zustimmen oder nicht zustimmen?“