Sonntag, 17. Juni 2018

eco Verband: Brückenteilzeit fördert New Work

eco Verband sieht Vorteile für Unternehmen, die befristete Teilzeitmodelle heute schon anbieten



Firmen, die zur Lebenssituation passende Arbeitszeitkonzepte anbieten, sind für junge Talente attraktiver und können diese länger ans Unternehmen binden. Entsprechend haben Arbeitgeber, die diese Möglichkeit in New Work Arbeitsmodellen anbieten, einen Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung von neuen Mitarbeitern und Kompetenzen. 

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Brückenteilzeit passt damit zu digitalen Arbeitskonzepten. Der Wechsel der Arbeitszeit – von der Vollzeit in die Teilzeit und wieder zurück in die Vollzeit – ist mit der Digitalisierung zudem einfacher: Arbeitszeiten und Arbeitsorte lassen sich flexibel wählen und so die Arbeit flexibler an die jeweilige Lebenssituation anpassen.

Beruf und Familie vereinbaren


„Unternehmen sind für Fachkräfte attraktiver, wenn die nach einer befristeten Teilzeit wieder zur alten Arbeitszeit zurückkehren können“, sagt Lucia Falkenberg, CPO (Chief People Officer) im eco Verband und Leiterin der Kompetenzgruppe New Work. 

Insbesondere bei der Suche nach Fachkräften wie Programmierern hilft es, befristete Teilzeitmodelle anzubieten. „Die Menschen bevorzugen Arbeitsumfelder, die Familie und Beruf miteinander vereinbar machen und eine sichere Zukunftsperspektive bieten.“ Auch weibliche Fachkräfte zu gewinnen ist einfacher, wenn diese nicht fürchten müssen, in der Teilzeitfalle zu landen.

Teilzeit gehört zu neuer Arbeitskultur


Die Brückenteilzeit bietet zudem Raum für Fortbildungen und unterstützt so das Prinzip des lebenslangen Lernens. Das motiviert Mitarbeiter und hilft ihnen, die eigenen Ziele im Job zu erreichen. 

Immer neueren Vorschriften und gesetzlichen Regelungen erteilt der eco Verband jedoch eine Absage. „Wir brauchen nicht mehr Gesetze, sondern den Rahmen für die Flexibilität, die in der neuen Arbeitswirklichkeit gelebt wird“, betont Falkenberg. Wer offen ist für den Wandel der Arbeit durch die Digitalisierung und die Veränderungen mitträgt, der profitiert von zufriedeneren Mitarbeitern. Die Brückenteilzeit leistet so einen Beitrag zum Unternehmenserfolg.“

Samstag, 9. Juni 2018

Tschüss Fax?

Unternehmen setzen auf digitale Kommunikation




Das Fax war lange Dauerbrenner im Büroalltag, wird aber immer weniger genutzt – denn deutsche Unternehmen kommunizieren zunehmend digital. So verwenden aktuell nur noch sechs von zehn Unternehmen (62 Prozent) das Faxgerät häufig zur internen oder externen Kommunikation. Das ist ein deutlicher Rückgang um 17 Prozentpunkte in nur zwei Jahren. 

Laut Digitalverband Bitkom waren es 2016 noch acht von zehn (79 Prozent) Unternehmen, die häufig per Fax mit Kunden, Mitarbeitern oder Geschäftspartnern kommunizierten. Für die neuen Zahlen hat Bitkom 1.106 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern repräsentativ befragen lassen. „Das analoge Fax hat langsam ausgedient. Die Unternehmen gehen mit der Zeit und haben erkannt, dass digitale Kommunikation den Büroalltag schneller, einfacher und flexibler macht“, sagt Jürgen Biffar, Vorstandsvorsitzender des Kompetenzbereichs Enterprise Content Management im Bitkom. 

Eine Alternative zum Fax ist die digitale Signatur. Deren Vorteile sind umfangreich, denn sie sorgt dafür, dass Prozesse, die einer Unterschrift bedürfen, durchgängig elektronisch gestaltet werden können. Die digitale Signatur nutzen inzwischen 13 Prozent der Unternehmen, weitere 8 Prozent planen sie in den kommenden zwölf Monaten einzuführen.

Onlinemeetings und Videokonferenzen holden auf


Über E-Mail korrespondieren alle Unternehmen häufig (2018 und 2016: 100 Prozent), aber auch andere digitale Kommunikationskanäle holen auf. Beliebter werden vor allem Onlinemeetings und Videokonferenzen, die fast jedes zweite Unternehmen häufig einsetzt (47 Prozent, 2016: 40 Prozent). Mehr als jede dritte Firma (38 Prozent) verfügt inzwischen über ein Mitarbeiter- oder Kundenportal, über das häufig kommuniziert wird. 2016 tauschte sich erst jedes vierte Unternehmen (28 Prozent) häufig darüber aus.

Während Smartphones im privaten Umfeld das bei weitem wichtigste Kommunikationsmittel darstellen, nutzt erst jedes zweite Unternehmen (51 Prozent, 2016: 51 Prozent) Handys oder Smartphones häufig zur internen oder externen Kommunikation. Mehr als jedes dritte Unternehmen (38 Prozent) setzt dabei auch auf Kurznachrichten-Dienste oder Messenger-Apps. Wichtiger werden soziale Netzwerke. Während 2016 erst jedes siebte Unternehmen (15 Prozent) über soziale Netzwerke kommunizierte, ist es heute bereits jedes vierte (25 Prozent). 13 Prozent der Unternehmen nutzen daneben häufig Chatbots für die digitale Kommunikation mit Kunden. 5 Prozent kommunizieren mittlerweile über Unternehmens-Blogs oder Mikroblogging-Dienste mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern oder Kunden.

Im Rahmen einer Pressekonferenz auf der Cebit wird Bitkom den neuen Digital Office Index vorstellen. Er zeigt aktuelle Zahlen zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen und ermittelt den Digitalisierungsgrad von Büro- und Verwaltungsprozessen in deutschen Unternehmen ab 20 Mitarbeitern. Die Pressekonferenz findet am 12. Juni 2018 um 11 Uhr im Convention Center (CC), Saal 12 auf dem Messegelände Hannover statt.


Auf der Cebit 2018 ist Enterprise Content Management zentrales Thema in der Halle 15. Der Besuch in der Bitkom Digital Office Area (Stand E20) bietet die Gelegenheit, verschiedene Anbieter und Hersteller von ECM-Lösungen zu treffen und sich über ihre neuesten Lösungen zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen zu informieren. Weitere Informationen zum Bitkom-Kompetenzbereich ECM und den Messeaktivitäten gibt es unter 
.


Geschäftsführer und IT-Verantwortliche aus mittelständischen Unternehmen können sich am 19. September in Düsseldorf auf der vom Bitkom zum zweiten Mal veranstalteten „Digital Office Conference“ über die Top-Trends rund um das digitale Büro informieren. Es geht um die Themen Arbeit 4.0, die Digitalisierung von Kundenservices, Verwaltungs- und Finanzprozessen sowie von Produktions- und Stammdatenprozessen. Alle Informationen zur Digital Office Conference unter https://www.office-conference.com/ 



Hinweis zur Methodik: Die Angaben basieren auf dem Bitkom Digital Office Index 2018, einer repräsentativen telefonischen Unternehmensbefragung, die 
Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. 

Dabei wurden Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und IT-Leiter von 1.106 Unternehmen aller Branchen mit einer Größe ab 20 Mitarbeitern in Deutschland befragt. Die Fragestellung lautete: „Wie häufig kommen die folgenden Kommunikationskanäle für die interne und externe Kommunikation in Ihrem Unternehmen zum Einsatz?“

Freitag, 11. Mai 2018

So lässt sich der heimische PC auf neue, robuste Speichermedien umrüsten

Dem Daten-Gau vorbeugen


Foto: djd/Crucial/Depositphoto
Die Festplatte ist beschädigt, alle darauf gespeicherten Daten sind verloren:
Für PC-Nutzer ist dies der schlimmste Alptraum. Daher empfiehlt es sich, rechtzeitig auf
moderne Speichermedien umzusteigen.

Computerspeicher lassen sich mit einer privaten Schatzkammer vergleichen. Sie tragen digitale Erinnerungen wie Urlaubsfotos, Familienvideos oder die Lieblingsmusik. Versagt die Festplatte ihren Dienst, sind diese Werte oft für immer verloren - und der Ärger ist entsprechend groß. Eine regelmäßige Datensicherung ist daher unverzichtbar, ebenso wie der rechtzeitige Umstieg auf moderne Technologien. Dass konventionelle Festplatten (Hard Disks) aufgrund ihrer mechanischen Teile anfällig sind, ist seit langem bekannt. Eine Alternative sind die ungleich robusteren SSD-Speicher (Solid State Drive). Bis vor einigen Jahren waren diese Speicher nur teuren Edel-Notebooks vorbehalten. Inzwischen ist die Technik bezahlbar geworden und lässt sich mit etwas Geschick und wenigen Handgriffen auch auf dem heimischen Rechner nachrüsten.

Robust und schnell


Im Gegensatz zu klassischen Festplatten verwenden SSDs keine mechanisch bewegten Teile, um Daten zu lesen oder zu schreiben. Stattdessen nutzen sie die sogenannte Flash-Memory-Technologie. "Damit sind sie robuster, deutlich schneller und haben eine längere Lebensdauer. Keine beweglichen Teile bedeutet weniger Reibung und auch weniger Energieverbrauch", erklärt Jonathan Weech vom Speichermedienhersteller Crucial. Hinzu kommt: SSDs arbeiten fast geräuschlos und produzieren weniger Wärme als Festplatten. Die Vorteile sprechen also für sich - das bedeutet aber nicht, dass der heimische Rechner direkt aufs Altenteil muss. Dank der Preisentwicklung sind Flashspeicher heute erschwinglich geworden und lassen sich in vorhandene Computern einbauen. Die Lebensdauer des PCs dürfte sich damit um einige Jahre verlängern.

Computerspeicher in Eigenregie austauschen


Für den Wechsel des Speichers braucht es nicht mehr als passende Schraubenzieher, etwas Geschick und Geduld beim Arbeiten. Zuerst wird der Rechner komplett vom Stromnetz getrennt, als nächstes öffnet der PC-Bastler das Gehäuse. Dann wird die alte Festplatte von allen Verbindungen gelöst und entfernt - natürlich nicht, ohne vorher alle Daten gesichert zu haben. Der nächste Schritt: Die SSD wird an der selben Position eingesetzt. Dies sollte ohne Kraftaufwand möglich sein, der Speicher sollte anschließend festsitzen. Bei Bedarf lassen sich mitgelieferte Abstandhalter nutzen, damit der neue Speicher die gleiche Breite erhält wie das alte Laufwerk. Bei vielen Installationen ist der Abstandhalter jedoch gar nicht erforderlich. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung für Notebooks und Desktop-Rechner, inklusive erklärender Videos, ist unter www.crucial.de abrufbar. Hier gibt es auch Informationen zu verschiedenen Speichervarianten und -größen.

Auf den Schockwert kommt es an


(djd). Die Haltbarkeit von Speicherlaufwerken lässt sich mit verschiedenen Methoden messen - eine ist die Berechnung des maximalen Schocks in Gravitationskräften (G), bei der sie überleben und weiter funktionieren können. Wenn wir jemandem auf den Rücken klopfen, entspricht das ungefähr 4,1 G Schock. Das Treten eines Fußballs hingegen kommt bereits auf 300 G. Konventionelle Festplatten sind so ausgelegt, dass sie 30 G Schock beim Schreiben (Speichern) und 60 G beim Lesen aushalten. Deutlich robuster sind da moderne SSD-Speicher: Sie überstehen bis zu 1.500 G über einen Zeitraum von 0,5 Millisekunden. Mehr Infos dazu gibt es unter www.crucial.de.

Dienstag, 10. April 2018

22 Millionen Bürger machen Steuererklärung im Internet

Zahl der Online-Steuererklärungen steigt 2017 um rund 5 Prozent und hat sich seit 2012 fast verdoppelt



Immer mehr Bundesbürger reichen ihre Steuererklärung online beim Finanzamt ein. 22,1 Millionen Steuerzahler erklärten 2017 ihre Einkommenssteuer elektronisch über den Online-Dienst ELSTER. Das entspricht einem Anstieg um etwa 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 21 Millionen Online-Steuererklärungen. Seit 2012 (12 Millionen) hat sich die Zahl fast verdoppelt. 

Das berichtet der Digitalverband Bitkom auf Basis von Daten der Finanzverwaltung. „Die Online-Steuererklärung spart Papierkram, Zeit und Nerven. Das wissen immer mehr Steuerzahler zu schätzen“, sagt Bitkom-Steuerexperte Thomas Kriesel. „Das ELSTER-Projekt ist ein positives Beispiel für die erfolgreiche Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen, auch wenn das komplexe deutsche Steuerrecht dadurch nicht einfacher wird.

“Im gewerblichen Bereich akzeptieren die Finanzbehörden mittlerweile ausschließlich elektronische Steuererklärungen. Für Privatpersonen ist das dagegen grundsätzlich keine Pflicht. Kriesel: „Wer einmal die aufwändige Registrierung durchlaufen und das Verfahren genutzt hat, wird schnell davon überzeugt sein, dass die Online-Steuererklärung viel bequemer und weniger fehleranfällig ist als das Ausfüllen von Papierformularen.“

Neu ab dem Steuerjahr 2017 ist, dass grundsätzlich keine Belege und separate Aufstellungen mehr an das Finanzamt versendet werden müssen. Es reicht aus, wenn diese für mögliche Rückfragen aufbewahrt werden. Damit ist die Bearbeitung der Steuererklärung in der Regel durchgängig elektronisch möglich. Denn die meisten für die Besteuerung wichtigen Nachweise werden von Dritten, etwa Banken und Sozialversicherungen, automatisch und ebenfalls in digitaler Form an die Finanzverwaltung übermittelt.

Ab 2019 längere Fristen für die Abgabe


Die allgemeine Frist für die Abgabe der Einkommenssteuererklärung ist der 31. Mai 2018. Ab 2019 gelten für alle Steuerpflichtigen verlängerte Erklärungsfristen bis Ende Juli. Zwei Monate länger Zeit haben bereits in diesem Jahr Steuerzahler in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen, sofern die Steuer elektronisch erklärt wird. In Rheinland-Pfalz gilt die verlängerte Frist bis zum 31. Juli 2018 für alle Steuerpflichtigen. Wer seine Steuererklärung durch einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erstellen lässt, hat grundsätzlich bis zum Jahresende Zeit. 

Die Finanzverwaltung hat ihr Internetportal www.elster.de im vergangenen Jahr von Grund auf überarbeitet. Voraussetzung für die Nutzung der elektronischen Steuerklärung ist eine einmalige Registrierung und postalische Authentifizierung, was mehrere Tage in Anspruch nimmt. 

Die Steuer kann auf zwei Wegen erklärt werden: Über „Mein Elster“ können Steuerdaten direkt im Browser und vollkommen papierlos abgegeben werden – das erspart das Herunterladen, Installieren und Aktualisieren spezieller Programme. 

Alternativ bietet das Online-Finanzamt das Programm „ElsterFormular“ zum Download, mit dem die Steuererklärung offline bearbeitet und online an das Finanzamt übermittelt werden kann. Zudem gibt es zahlreiche gewerbliche Software-Produkte, die eine elektronische Steuererklärung über die ELSTER-Schnittstelle zulassen. „Professionelle Steuer-Software bietet in der Regel mehr Komfort bei der Eingabe und gibt auch für Laien verständliche Tipps zum Steuersparen. Die Investition kann sich schnell rechnen“, sagt Kriesel.


Hinweis zur Methodik: Die Angaben zur Zahl der elektronischen Einkommensteuererklärung basieren auf Daten der Finanzverwaltung.