Dienstag, 24. März 2020

Startups brauchen rasche Hilfe in der Coronakrise

Bitkom veröffentlicht Positionspapier „Ganzheitliches Unterstützungspaket für Startups in Zeiten der Coronakrise



Der Digitalverband Bitkom hat in der Coronakrise entschiedene Maßnahmen der Politik angemahnt, die gezielt auf junge innovative Technologie-Unternehmen zugeschnitten sind. „Es muss jetzt alles getan werden, um ein großes Startup-Sterben zu verhindern. Startups haben in aller Regel keine Rücklagen, viele leben von der Hand in den Mund und haben nicht den langen Atem, um diese Krise ohne Unterstützung durchzustehen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wir begrüßen, dass das Bundeswirtschaftsministerium bereits ein Rettungspaket für Startups angekündigt hat. Wichtig ist, dass das Paket schnell beschlossen und umgesetzt wird – und dass es offen bleibt für Nachbesserungen.“

Bitkom drängt darauf, besonders folgende Themen in den Blick zu nehmen:
  • Kurzfristige Liquiditätslücken schließen: Die zur Liquiditätssicherung verkündeten Maßnahmen sind bisher für innovative, junge Wachstumsunternehmen nicht nutzbar. Nötig ist eine volle Risikoübernahme durch die KfW. Damit Startups finanzierbare Kredite erhalten können, sollten immaterielle Unternehmenswerte wie Daten in der Bonitätsbewertung stärker berücksichtigt werden. Der Umfang der Antragsprüfung sollte so angepasst werden, dass eine Auszahlung der Mittel binnen weniger Tage gewährleistet ist.

  • Vereinfachte staatliche Co-Investitionen: Die Verfügbarkeit von Wagniskapital für Startups wird sich in Folge der Coronakrise verschlechtern. Um aussichtsreiche und innovative Geschäftsmodelle nicht unverschuldet ins Aus geraten zu lassen, sollten Finanzierungsrunden mit staatlichen Mitteln vervollständigt werden, wenn mindestens 25 Prozent des Volumens durch private Investoren aufgebracht werden.

  • Einführung des Zukunftsfonds beschleunigen: Durch die Coronakrise droht insbesondere der Abzug von ausländischem Wagniskapital aus Deutschland. Dieses fehlt für große Finanzierungsrunden deutscher Startups. Deshalb sollte unbedingt an den Plänen zur Einführung des Zukunftsfonds festgehalten und die Umsetzung beschleunigt werden.

  • Kurzarbeitergeld vereinfachen: Kurzarbeit kann auch für Startups ein gutes Mittel sein, um auf einen kurzfristigen Absatzeinbruch zu reagieren. Allerdings stellt das 40-seitige Regelwerk zur Kurzarbeit gerade für kleine Startups eine Hürde dar, zumal sie häufig nicht über juristische In-House-Expertise verfügen. Hinzu kommt der bürokratische Aufwand bei der Beantragung. Um sowohl Unternehmen als auch Arbeitsagenturen angesichts der aktuellen Herausforderungen zu entlasten, sollte die Antragstellung wahlweise nicht mehr monatlich, sondern auch quartalsweise für je drei Monate erfolgen können. Zudem sollte die Beantragung von Kurzarbeitergeld temporär auch für Werkstudenten möglich sein.

  • Personal- und Fixkosten bezuschussen: Um die Liquidität der Startups sicherzustellen muss auch eine Entlastung im Bereich der Fixkosten möglich sein. Daher sollten die Ausgaben für einzelne Berufsgruppen für solche Unternehmen bezuschusst werden, die kein Kurzarbeitergeld beantragen. Weiterhin sollte in Zeiten der Corona-Pandemie verantwortungsbewusstes Unternehmertum incentiviert werden. Für den Zeitraum, in dem Unternehmen mindestens 90 Prozent ihres Personals im Home Office beschäftigen, sollte die Hälfte der Kosten der Gewerbemiete bezuschusst werden.

Darüber hinaus schlägt Bitkom in dem Papier „Ganzheitliches Unterstützungspaket für Startups in Zeiten der Coronakrise“ vor, die Situation für ausländische Fachkräfte, auf die viele Startups angewiesen sind, zu klären, Förderzeiträume zu verlängern und Steuerstundungen auszuweiten. 

Zudem solle der Staat mit gutem Beispiel vorangehen und gerade jetzt – zum Beispiel bei Dringlichkeitsbeschaffungen – Auftränge vermehrt und unbürokratisch an Startups und innovative kleine und mittlere Unternehmen vergeben.

Das vollständige Positionspapier „Ganzheitliches Unterstützungspaket für Startups in Zeiten der Coronakrise“ steht zum Download bereit unter: www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Ganzheitliches-Unterstuetzungspaket-fuer-Startups-in-Zeiten-der-Coronakrise

Montag, 2. März 2020

Quarantäne durch Coronaviren

Das müssen Arbeitnehmer beachten

 


Immer mehr Menschen infizieren sich mit dem Coronavirus. Das wirkt sich auch auf das Arbeitsleben aus. Welche Rechte und Pflichten haben jetzt die Arbeitnehmer? Welche Konsequenzen drohen ihnen im Falle einer Quarantäne? 

„Wenn ein Arbeitnehmer in Quarantäne muss, hat er nach dem Infektionsschutzgesetz einen Anspruch auf finanzielle Entschädigung. Der Arbeitgeber bezahlt dessen Verdienstausfall für die ersten sechs Wochen“, sagt Wilhelm Mansberg, Arbeitsrechtler bei der Barmer. 

Ab der siebten Woche einer Quarantäne werde eine Entschädigung in Höhe des Krankengeldes gezahlt. Diese müsse der Betroffene aber selber bei der dafür zuständigen Landesbehörde beantragen. Darüber hinaus sei es die Pflicht des Arbeitnehmers, sich bei seinem Arbeitgeber abzumelden und ihn über die voraussichtliche Dauer der Quarantäne zu informieren.

Arbeitgeber muss Fürsorgepflicht wahren


Der Arbeitgeber wiederum müsse seiner Fürsorgepflicht gegenüber der Belegschaft nachkommen. „Bei einem begründeten Verdacht auf eine Coronavirusinfektion muss der Arbeitgeber den Betroffenen umgehend nach Hause schicken und ihn anweisen, seinen Arzt oder das Gesundheitsamt telefonisch zu kontaktieren“, sagt Mansberg. 

Von Rückkehrern aus aktuellen Risikogebieten könne er zudem eine „Unbedenklichkeitsbescheini-gung“ verlangen. Das Gesundheitsamt müsse bestätigen, dass keine Bedenken gegen die Rückkehr an den Arbeitsplatz vorlägen.

Dienstag, 11. Februar 2020

Safer Internet Day

Gemeinsam für ein besseres Internet


Am 11.02.2020 ist wieder Safer Internet Day, der internationale Aktionstag für mehr Sicherheit im Internet. 

Bei zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen online sowie offline dreht sich weltweit wieder alles um die Möglichkeiten, aber auch Risiken in unserer heutigen digitalisierten Lebenswelt – und um die Frage, wie wir das Internet von Morgen ein Stück weit besser machen können.

Verbund Safer Internet DE: Sechs Partner, ein Ziel


Gemeinsam für ein besseres Internet – das internationale Motto des Safer Internet Day 2020 beschreibt auch das Ziel der Zusammenarbeit der sechs Partner im Verbund Safer Internet DE (www.saferinternet.de). 

Anlässlich des Aktionstags informieren die Partner über ihre Unterstützungsangebote in den Bereichen INFORMATION – BERATUNG – MELDEN: die Medienkompetenzinitiative klicksafe stellt wichtige Informationen zu den Möglichkeiten und Gefahren der Internetnutzung bereit, die Nummer gegen Kummer unterstützt ratsuchende Kinder, Jugendliche und Eltern am Telefon oder online mit Beratung bei „Web-Sorgen“ und die Meldestellen von jugendschutz.net und die Internet-Beschwerdestelle.de (gemeinsam umgesetzt von eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. und FSM – Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V.) bieten Nutzern die Möglichkeit, problematische Online-Inhalte – auch anonym – zu melden. 

„Für uns im Verbund ist jeder Tag ein Safer Internet Day“, sind sich die Partner einig, „denn unsere Angebote bieten wichtige Werkzeuge für eine möglichst unbeschwerte Nutzung der digitalen Möglichkeiten sowie für den kompetenten Umgang mit Gefährdungen in der heutigen digitalen Lebenswelt.“

Mitmachen erwünscht


Traditionell initiiert und koordiniert klicksafe die Aktivitäten zum Safer Internet Day (SID) in Deutschland und setzt den Schwerpunkt in diesem Jahr auf das Thema „Idole im Netz. Influencer & Meinungsmacht“

Am Safer Internet Day sind alle Interessierten herzlich eingeladen den vielfältigen Informationen zum Beispiel online unter den Hashtags #SaferInternetDay, #SID2020 #checkwemdufolgst zu folgen, Beiträge zu liken und zu teilen oder auch eigene Posts zu erstellen und so dabei mitzuhelfen, die Aufmerksamkeit für Themen rund um ein besseres Internet zu erhöhen. 

Die FSM wird zum Safer Internet Day ein Quiz veröffentlichen (www.fsm.de/sid-quiz), bei dem Teilnehmende ihr Wissen rund um Sicherheit im Netz und Jugendschutz testen können. Zudem gibt die eco Beschwerdestelle im Rahmen einer Social-Media-Kampagne Handlungsempfehlungen für ein sicheres Internet und unterstützt dabei den Hashtag #checkwemdufolgst des Safer Internet Verbunds. Eine Übersicht zu weiteren Projekten, Aktionen und Mitmachmöglichkeiten ist auf der Aktionsseite für den SID 2020 www.klicksafe.de/sid zu finden.

Samstag, 1. Februar 2020

Wie lässt sich die Gesellschafterfamilie für die Eigentümerrolle fit machen?

Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) richtet am 6. Februar 61. Forum Familienunternehmen zur Entwicklung von Gesellschafterkompetenz aus


Foto: Universität WittenHerdecke (UWH)


Der Aufbau von Gesellschafterkompetenz ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die Sprach- und Handlungsfähigkeit der Familie des Familienunternehmens. Je nach Ausprägung der Maßnahmen wird die Gesellschafterfamilie systematisch und zielgerichtet auf die Eigentümerrolle vorbereitet. Wie die Erfahrung jedoch immer wieder zeigt, gibt es eine Reihe von Einflussfaktoren, die einer solchen Kompetenzentwicklung entgegenstehen können.

Das von der WIFU-Stiftung organisierte Forum widmet sich – unter anderem im Rahmen eines moderierten Workshops – einer Reihe von Fragen, die im Hinblick auf die Qualifizierung von Gesellschafterinnen und Gesellschaftern regelmäßig aufkommen. In persönlichen Erfahrungsberichten zeigen vier Teilnehmende auf, wie ein erfolgreiches Programm zur Gesellschafterqualifizierung aufgebaut werden kann. Als Referenten bzw. Referentinnen konnten Claus und Gunnar Heinemann (Gebr. Heinemann SE & Co. KG, zgl. Gastgeber der Veranstaltung) sowie Christiane und Carla Dethleffsen (HGDF Familienholding GmbH & Co. KG) gewonnen werden.

Neben den Praxisbeiträgen wird es auch einen wissenschaftlichen Impulsvortrag von Prof. Dr. Tom A. Rüsen, Geschäftsführender Direktor des WIFU, geben. Darin erläutert er die WIFU-eigene Perspektive auf das Thema Gesellschafterkompetenzentwicklung.

„Wir stellen fest, dass die Anzahl der nichtaktiven Gesellschafter in Familienunternehmen deutlich zunimmt und gleichzeitig die Tätigkeit von Mitgliedern aus der Eigentümerfamilie im Top-Management rückläufig ist“, so Rüsen. „Erfolgreiche Unternehmerfamilien schaffen durch die Einführung eines Gesellschafterführerscheins und darauf aufbauende Qualifizierungsprogramme für ihre Mitglieder eine solide Basis für eine professionelle Ausübung der Eigentümerrolle.“


Details zur Veranstaltung:



Termin: Donnerstag, 6. Februar 2020, 10:30 – 17:15 Uhr
Veranstaltungsort: im Hause der Gebr. Heinemann SE & Co. KG, Hamburg
Zielgruppe: Mitglieder aus Familienunternehmen und Unternehmerfamilien
Kontakt und Anmeldung: julia.laag@wifu-stiftung.de / +49 2302 926-549



Hinweise zur Teilnahme:



Die Veranstaltung ist ausschließlich für angemeldete Familienunternehmer/innen zugänglich. Vertreter von Banken, Beratungshäusern und Funk/Presse/TV können aus Vertraulichkeitsgründen leider nicht zugelassen werden. Sollten Sie Interesse an dem Thema haben, sprechen Sie uns gerne für einen Interviewtermin an: ruth.orenstrat@uni-wh.de / +49 2302 926-506.



Über das Forum Familienunternehmen:



Unter dem Slogan „Suche Rat unter Gleichen!“ behandelt das Forum Familienunternehmen auf jeder Veranstaltung eine typische Fragestellung von Familienunternehmen bzw. Unternehmerfamilien. Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich angemeldete Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Mitglieder aus Unternehmerfamilien. Somit entsteht ein besonders geschützter und privater Raum zum Austausch ohne Irritation durch die Anwesenheit von zum Beispiel Beraterinnen und Beratern oder Medienvertretern. Durch das Forum erhalten die Teilnehmenden Einblicke in Probleme und Lösungsstrategien anderer Familienunternehmen und die Gelegenheit, das Gehörte auf die eigene Situation anzuwenden.