Samstag, 12. Februar 2022

Vier von zehn Unternehmen setzen ausschließlich auf digitale Bewerbungen

  • Vom Vorstellungsgespräch bis zur Vertragsunterschrift: Einige Unternehmen haben Bewerbungsprozess vollständig digitalisiert
  • Online-Bewerbungsverfahren sparen Aufwand und Kosten

 


 

Per Mail, Online-Tool und Videocall: Der Einsatz digitaler Technologien im Bewerbungsverfahren ist Standard. Mittlerweile ermöglicht es jedes Unternehmen in Deutschland Job-Interessenten, sich online auf Stellen zu bewerben. 

Vier von zehn Unternehmen (42 Prozent) setzen sogar ausschließlich auf digitale Bewerbungsunterlagen. Bei den übrigen 58 Prozent ist es zumindest teilweise der Fall. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 850 Unternehmen in Deutschland. 

Einige Unternehmen haben sogar den kompletten Einstellungsprozess von der Bewerbung zur Vertragsunterschrift digitalisiert: Jedes sechste Unternehmen (16 Prozent) führt Bewerbungsgespräche ausschließlich per Videokonferenz durch. 63 Prozent machen das teilweise. Jedes elfte Unternehmen (9 Prozent) setzt exklusiv auf digitale Assessment-Center oder Online-Testverfahren, 44 Prozent teilweise. 3 Prozent lassen Arbeitsverträge ausschließlich per digitaler Signatur unterzeichnen, weitere 26 Prozent machen das teilweise. 

Auch digitales Probearbeiten ist bei einigen Unternehmen an der Tagesordnung, 1 Prozent ermöglichen das ausschließlich und weitere 18 Prozent teilweise. „Digitale Bewerbungsverfahren sind effizienter, weniger zeitaufwändig und kostengünstiger als klassische Bewerbungsmappen und Vorstellungsgespräche in Präsenz. Außerdem verbraucht ein digitaler Bewerbungsprozess weniger Umweltressourcen. In der Pandemie haben sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer diese Vorteile schätzen gelernt“, sagt Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom. „Digitale Technologien sind für 80 Prozent der Menschen in Deutschland ein fester Bestandteil ihres Alltags. Sie setzen selbstverständlich voraus, dass sie von künftigen Arbeitgebern in ihrer digitalen Lebenswelt abgeholt werden und anschließend möglichst auch mobil arbeiten können.“

Hinweis zur Methodik: 

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 851 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen mit 3 und mehr Beschäftigten aller Branchen (exklusive öffentlichem Sektor) telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft in Deutschland.

Mittwoch, 3. November 2021

Wie Unternehmerfamilien für den Ernstfall vorsorgen können

Praxisleitfaden des Instituts für Familienunternehmen (WIFU) der Universität Witten /Herdecke

Link zum Download
 

Das an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) angesiedelte Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) zeigt praxisnah auf, wie eine gute Notfallplanung Familienunternehmen schützen kann.

Die ernsthafte und offene Auseinandersetzung mit den Themen Krankheit und Tod wird in Unternehmerfamilien oft gescheut. Doch die Folgen eines solchen Verdrängens können im Ernstfall massive Schäden im Eigentümerkreis und am Familienunternehmen anrichten – im schlimmsten Fall drohen Unternehmensaufgabe oder Insolvenz. Damit gehört es zum Verantwortungsbereich eines jeden Unternehmers und einer jeden Unternehmerin, für solche Worst-case-Szenarien vorzusorgen. Doch was genau ist ein vorsorgerelevanter Notfall? Welche konkreten Maßnahmen eignen sich zur Notfallvorsorge? Diesen und weiteren Fragen widmen sich Peter Lamers und Mark Pawlytta vom WIFU-Kooperationspartner KPMG Law in dem neuen WIFU-Praxisleitfaden „Notfallplanung für Unternehmerfamilien – mit Sorgfalt und Voraussicht den Bestand des Unternehmens sichern“ und dem dazugehörigen Formularband „Notfallvorsorge“.

Der Praxisleitfaden und der Formularband beleuchten grundlegende Aspekte des Themas Notfallvorsorge und zeigen Gestaltungsmöglichkeiten für eine vorausschauende Notfallplanung auf. Die Leserschaft erfährt beispielsweise, dass es nicht ausreicht, den Blick ausschließlich auf die Geschäftsfähigkeit im rechtlichen Sinne zu richten. Auch drastische Änderungen in Verhalten und Persönlichkeit, die etwa durch Medikamentengabe ausgelöst werden können, stellen einen Notfall dar. Die Autoren raten unter anderem dazu, frühzeitig eine oder mehrere Vertrauenspersonen auszuwählen und auf den Ernstfall vorzubereiten, strategische Handlungsanweisungen für entsprechende Schicksalsschläge festzuhalten und die Nachfolge des Unternehmens zu klären. Mehrere konkrete Fallbeispiele erleichtern das Verständnis und machen die Notwendigkeit durchdachter Vorsorgeregelungen besonders anschaulich.

„Das sorgfältige Packen des Notfallkoffers ist eine Aufgabe, die nicht an einem verregneten Wochenende erledigt sein wird“, erläutert Prof. Dr. Tom Rüsen, Geschäftsführender Direktor des WIFU und Verfasser des Leitfaden-Vorworts. „Ich hoffe sehr, dass wir Unternehmerfamilien mit unserem Praxisleitfaden und dem dazugehörigen Formularband bei diesem Unterfangen unterstützen können.“

Montag, 27. September 2021

Bitkom zum Ausgang der Bundestagswahl

„Digitalisierung an die Spitze der politischen Agenda stellen“



Berlin, 26. September 2021 - Zum Ausgang der Bundestagswahl erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Die Wählerinnen und Wähler haben ihre Wahlentscheidung getroffen. Nun ist es an den im Bundestag vertretenen Parteien und Abgeordneten, eine Entscheidung über die künftige Bundesregierung und deren Programm zu treffen. Wer auch immer die nächste Bundesregierung bildet: Sie hat den Auftrag, die Wirtschaft zu stärken und Deutschland in die digitale Zukunft zu führen. Die Zeichen müssen nun auf Transformation und Digitalisierung gestellt werden. Digitalpolitik ist keine Klientelpolitik, Digitalisierung geht alle an – und diesen Wandel voranzutreiben und zu gestalten, muss eine wesentliche Aufgabe der neuen Regierung sein. Die Digitalwirtschaft erwartet von der künftigen Bundesregierung kein digitales Klein-Klein, sondern den längst überfälligen, großen digitalpolitischen Wurf.

Die Anhängerinnen und Anhänger aller für eine Regierungskoalition in Frage kommenden Parteien fordern mehrheitlich eine ehrgeizige Digitalpolitik, wie repräsentative Umfragen im Auftrag des Bitkom zeigen. Ein eigenständiges und starkes Digitalministerium fordern 77 Prozent im Lager der Union, bei den Grünen sind es 74 Prozent, bei der FDP 73 Prozent, bei der Linken 72 Prozent und bei der SPD 58 Prozent. Auch bei den wichtigsten digitalpolitischen Themen wie der Digitalisierung von Schulen, der Sicherung von Arbeitsplätzen in der digitalen Wirtschaft und der Modernisierung der Verwaltung geht es nicht um das Ob, sondern um das Wie und Wann. In allen Parteilagern stehen diese Themen oben auf der Prioritätenliste.

Nach der Bundestagswahl vor vier Jahren haben wir eine beispiellose Hängepartie erlebt, die sich nicht wiederholen darf. Die taktischen Spiele von damals haben wertvolle Zeit gekostet, doch die Digitalisierung duldet keinen Aufschub. Es braucht jetzt zügige Sondierungen und dann eine Koalition der Vernunft mit einem überzeugenden und also gleichermaßen ambitionierten wie realitätsnahen und vor allem digitalen Programm.“

Dienstag, 27. Juli 2021

Unerwünschte Zugriffe auf das Smartphone verhindern

eco Verband gibt 7 Tipps




Das Smartphone ist unser ständiger Begleiter, selbst im Urlaub am Strand oder See, und daher in vielen Situationen gefährdet. Auch aus der Ferne sind illegale Zugriffsversuche möglich. Die Spionage-Software Pegasus hat eindrucksvoll bewiesen, wie Sicherheitslücken ausgenutzt werden können, um heimlich Software zu installieren und anschließend die Kommunikation auf dem Smartphone zu überwachen. Wer sein Handy aktiv vor fremden Zugriffen schützt, der minimiert das Risiko, dass Bilder, Kontakte und Zugangsdaten zu Banking und Shopping-Portalen in falsche Hände gelangen.

Der eco Verband gibt 7 Tipps, die jeder Smartphone-Besitzer beherzigen sollte, um unerwünschte Zugriffe zu unterbinden. „Die Fülle an persönlichen Daten in einem Gerät macht das Smartphone für Cyberkriminelle zu einem immer beliebteren Zielobjekt ihrer Angriffsversuche. Die Sicherheit des Gerätes sollte daher jeder Nutzer aktiv überprüfen. Im Falle eines tatsächlichen Verlustes werden Sie sich selbst dankbar sein, rechtzeitig vorgesorgt zu haben“, sagt Alexander Rabe, Geschäftsführer des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V.

  1. Richten Sie eine Displaysperre ein. Fast alle Handys sind ab Werk bereits durch eine SIM-Sperre geschützt, die beim Anschalten nach Ihrer PIN für die SIM-Karte fragt. Das sollten Sie unbedingt beibehalten und zusätzlich eine Display-Sperre aktivieren, die sich mit einem anderen Code oder biometrisch per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung lösen lässt.
  2. Installieren Sie Updates! Die Anbieter veröffentlichen regelmäßig Updates fürs Betriebssystem oder die installierten Apps. Installieren Sie diese zeitnah, denn mit den Aktualisierungen werden meist nicht nur neue Funktionen, sondern auch wichtige Sicherheitsupdates mitgeliefert. Aktivieren Sie automatische Updates für Ihre Apps im App Store, nur über WLAN um Daten zu sparen, um Ihre Anwendungen automatisch aktuell zu halten.
  3. Machen Sie Backups! Schützen Sie sich vor Datenverlust, indem Sie alle Fotos, Videos, Kalenderdaten und Kontakte online speichern. Es gibt viele Anbieter, die das für Sie übernehmen, beispielsweise iCloud, Google Drive oder OneDrive. Dies können Sie je nach Anbieter unter Einstellungen / Sichern und Wiederherstellen konfigurieren.
  4. Laden und nutzen Sie nur Apps aus den offiziellen App-Stores, etwa dem Google Play oder dem Apple App Store. Apps von unbekannten Webseiten enthalten möglicherweise Schadcode. Folgen Sie keinen Links in einer E-Mail oder einer anderen Nachricht, der sie zu einem App-Download führt. Stattdessen suchen Sie besser manuell im offiziellen App-Store nach der Anwendung und installieren Sie sie von dort. Unterbinden Sie in den Einstellungen auf Ihrem Handy die Installation von Apps unbekannter Herkunft.
  5. Prüfen Sie in den App-Stores vorab, welche Berechtigungen – beispielsweise Zugriff auf Kontakte, Kamera oder Standort – die App braucht. Viele Apps sammeln mehr Daten, als auf den ersten Blick nötig erscheint. In den Einstellungen des Smartphones lassen sich die Berechtigungen auch nach der Installation einschränken.
  6. Verschlüsseln Sie Ihr Smartphone, damit im Falle eines Geräteverlustes Daten nicht in fremde Hände fallen. Neuere Betriebssysteme verschlüsseln die Nutzerdaten auf dem Smartphone automatisch, um Mails, Kontakte, Fotos, Downloads oder Zugangsdaten zu schützen. Ältere Smartphones lassen sich in den Einstellungen manuell verschlüsseln. Prüfen Sie auch, ob die Daten auf der SD-Karte im Gerät verschlüsselt sind.
  7. Seien Sie vorsichtig in offenen WLANs. In einem offenen WLAN surfen Sie zwar kostenlos, es ist aber auch relativ einfach, Ihren Datenverkehr zu belauschen. Verzichten Sie in offenen WLAN auf Homebanking und auf alle Dienste, bei denen Sie sich einloggen müssen wie Amazon oder Mail.