Samstag, 6. Januar 2018

Shopping rund um die Uhr ist wichtigster Trumpf des Online-Handels

Unabhängigkeit von Schließzeiten schätzen 77 Prozent



Bequemer geht’s nicht: Ein paar Klicks und der Einkauf ist getätigt – egal wann und egal wo. Genau das schätzen die Bundesbürger beim Online-Shopping. 

77 Prozent der Online-Shopper sagen, dass die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten ein wichtiger Vorteil des digitalen Handels ist. 75 Prozent schätzen vor allem die Warenlieferung bis an die Haustür, 67 Prozent die Zeitersparnis, wenn man sich etwa die Parkplatzsuche und das Schlangestehen an der Kasse spart. 

Das hat eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.152 Internetnutzern ab 14 Jahren ergeben. „55 Millionen Bundesbürger haben im vergangenen Jahr online eingekauft. Diese Zahl spricht für sich und zeigt, dass der Online-Handel die Menschen dort abholt, wo sie stehen. Nach Feierabend noch bequem Lebensmittel bestellen, sich an Adventssonntagen nicht durch volle Fußgängerzonen quälen müssen – dank Online-Shopping ist das alles kein Problem“, sagt Bitkom-Handelsexpertin Julia Miosga.

Mehr als jeder Zweite shoppt im Internet günstiger


Mehr als jeder Zweite (56 Prozent) schätzt, dass er im Online-Shop Produkte kaufen kann, die er im stationären Handel nur sehr schwer oder gar nicht bekommt. Diesen Vorteil sehen vor allem die 14- bis 29-Jährigen: Hier sagen 68 Prozent, dass die größere Produktvielfalt ein wichtiger Vorteil der Online-Shops ist. 55 Prozent aller Online-Shopper mögen, dass die Produkte im Internet günstiger sind als im Laden. „Die neuesten Sneaker, das hippste Label – im Internet werden nicht nur viele Modeträume zur Realität. Die Preise sind online außerdem oft transparenter und vergleichbarer als im Laden. Dort passiert es nicht selten, dass kein Preisschild vorhanden oder ein falscher Preis ausgezeichnet ist, was dann meist erst beim Bezahlen an der Kasse auffällt“, sagt Miosga.

Auch Lieferung nach Hause und Zeitersparnis sind große Vorteile


Knapp jeder Vierte (23 Prozent) schätzt die unkomplizierte Möglichkeit, vom Online-Kauf zurückzutreten. Anders als beim Kauf in einem Geschäft hat der Kunde nämlich das Recht dazu. Zwar bieten auch einige stationäre Läden ein eigenes Umtausch- oder Rückgaberecht an – dies ist jedoch freiwillig und liegt im Gestaltungsspielraum des Händlers. 22 Prozent shoppen online vor allem, weil es in der Nähe ihres Wohnorts keine oder nur wenige Geschäfte gibt. 

Diese Aussage bestätigen vor allem Bewohner kleiner Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern: Hier sagen 40 Prozent, dass das für sie ein wichtiger Beweggrund zum Online-Kauf ist.


Weitere Ergebnisse aus der Studie „Online-Shopping beliebter als Einkaufen im Laden“ gibt es hier . 

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.152 Internetnutzer ab 14 Jahren, darunter 1.104 Online-Käufer, befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragstellung lautete: Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Vorteile beim Online-Kauf?

Sonntag, 10. Dezember 2017

Fake-Shops: 8 Tipps für sicheres Weihnachtsshopping

Im Dezember, dem umsatzstärksten Onlinehandel-Monat, entstehen viele gefälschte Internet-Verkaufsplattformen



Kurz vor Weihnachten steigen die Umsätze des Einzel- und Onlinehandels auf die höchsten Werte des Jahres. Doch Vorsicht bei vermeintlichen Schnäppchen: Auch Cyberkriminelle wollen als Fake-Shop-Betreiber am Weihnachtsgeschäft mitverdienen. Bei Fake-Shops handelt es sich um gefälschte Online-Shops, die seriösen Angeboten nachempfunden sind. Häufig nutzen Fake-Shops kopiertes Bildmaterial und gefälschte Gütesiegel aus bekannten Onlineshops, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. Die Preise liegen im Allgemeinen deutlich unter dem üblichen Durchschnitt.

Ein erster Hinweis auf einen Fake-Shop: Er bietet ausschließlich Vorkasse oder Auslandsüberweisung als Zahlungsmethode an. Bleibt dann die Lieferung der bestellten Ware aus oder wird minderwertige Ware geliefert, dann haben die Kunden das Nachsehen. Fake-Shops sind meist nur kurze Zeit online, gehen dann vom Netz und tauchen nach kurzer Zeit wieder an anderer Stelle auf.

„Wir empfehlen Kunden bereits bei leichten Zweifeln eine kurze Hintergrundrecherche, um Fake-Shops zu enttarnen,“ erklärt Peter Meyer, Leiter Cyber Security Services im eco Verband der Internetwirtschaft e. V. „Über die Adresse und die Bankdaten des Shops lässt sich einfach recherchieren, welche Erfahrungen andere Kunden mit dem jeweiligen Anbieter gemacht haben.“

Diese 8 Merkmale weisen auf einen Fake-Shop hin:
  1. Die Daten werden nicht verschlüsselt übertragen. Ob ein Shop verschlüsselt überträgt, ist im Browser am Schlosssymbol und der https-URL zu erkennen.
  2. Als Zahlungsmethode wird ausschließlich Vorkasse angeboten.
  3. Die Internet-Adresse ähnelt einem bekannten seriösen Shop, hat aber eine andere Endung. Statt quelle.de lautet die Adresse zum Beispiel quelle.org.
  4. Das Impressum ist unvollständig, es fehlen Hinweise zu Widerruf oder Versandkosten.
  5. Alle Kundenbewertungen sind durchweg positiv.
  6. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen fehlen ganz oder sind in einem schlechtem Deutsch verfasst.
  7. Gütesiegel sind nicht mit der Vergabestelle des Siegels verlinkt.
  8. Auf anderen Seiten im Netz warnen Erfahrungsberichte und Bewertungen anderer Kunden vor dem Fake-Shop.

„Sind Angebote zu gut sind um wahr zu sein, dann hilft ein gesundes Misstrauen,“ so Meyer. „Besonders bei hochwertigen Markenartikeln, die deutlich unter Warenwert verkauft werden, sollten Kunden kritisch hinterfragen, ob der Preis realistisch ist und im Zweifel Nachforschungen anstellen.“

Weitere Informationen und Hilfsangebote für Opfer von Fake-Shops sind erhältlich unter https://wiki.botfrei.de/Fake-Shops.

Montag, 6. November 2017

Nur jeder Fünfte hält seine Daten im Netz für sicher

Jeder Dritte vertraut Staat und Behörden beim Umgang mit persönlichen Daten




Berichte über Geheimdienste, die Daten im Internet absaugen und über Hacker, die Daten von Nutzern großer Online-Plattformen ausspähen: Nur jeder fünfte Internetnutzer (20 Prozent) in Deutschland hält seine Daten im Netz für sicher. 78 Prozent geben dagegen an, ihre Daten seien online eher (40 Prozent) oder völlig (38 Prozent) unsicher. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.017 Internetnutzern ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. 

Damit hat sich an der Einschätzung der Bürger verglichen mit dem Vorjahr praktisch nichts geändert. Ganz anders sah es vor sechs Jahren aus. Damals hielten noch 41 Prozent ihre Daten im Netz für sicher. Im Sommer 2013, kurz nach den ersten Berichten über weitreichende Ausspähungen des Internets durch den US-Geheimdienst NSA, sank der Wert auf 29 Prozent und brach im Mai 2014 auf 13 Prozent und damit seinen bisherigen Tiefststand ein. „Fehlendes Vertrauen in digitale Dienste ist ein Innovationshemmnis und führt dazu, dass wir Anwendungen etwa im Bereich E-Government oder im Gesundheitswesen nicht nutzen, obwohl sehr viele Menschen davon profitieren könnten“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die Verbraucher müssen in die Lage versetzt werden, Möglichkeiten und Risiken der digitalen Welt selbst zu bewerten.“

Das geringste Vertrauen wird den sozialen Netzwerken entgegengebracht


Das höchste Vertrauen bei den Bürgern genießen beim Umgang mit ihren Daten der eigene Internet-Zugangsanbieter sowie der eigene E-Mail-Anbieter (je 49 Prozent). Das geringste Vertrauen wird den sozialen Netzwerken entgegengebracht (15 Prozent). Der Wirtschaft allgemein vertraut aktuell jeder Dritte (33 Prozent). Ebenfalls 33 Prozent geben an, staatlichen Stellen beim Umgang mit ihren persönlichen Daten zu vertrauen. Der Anteil ist damit erstmals seit Beginn der NSA-Affäre wieder über 30 Prozent gestiegen Zugleich ist dies ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr, damals brachte nur rund jeder Vierte (24 Prozent) Staat und Behörden Vertrauen entgegen. „Staatliche Stellen wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie, das Bundesamt für Verfassungsschutz, aber auch die Landeskriminalämter haben in den vergangenen Jahren viel dafür getan, zu einem verlässlichen Partner von Bürgern und Wirtschaft im Kampf gegen Cyberkriminelle zu werden“, so Berg. „Dieser Weg muss konsequent fortgesetzt werden.“

Hinweis zur Methodik: 
Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden 1.017 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Was glauben Sie, wie sicher sind Ihre persönlichen Daten im Internet im Allgemeinen?“ und „Wie stark vertrauen Sie im Allgemeinen den folgenden Organisationen, wenn es um den Umgang mit Ihren persönlichen Daten geht?“.