Mittwoch, 29. Mai 2024

Gefährliche Hyalomma-Zecken in Deutschland

Die blutdurstigen Parasiten verfolgen ihre Opfer über hunderte Meter

 

Ob Hyalomma oder Holzbock: Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen.
Foto: DJD/Formel-Z/Getty Images/razyph

Sie sind viel größer als der heimische Holzbock und auch viel schneller: Zecken der Gattung Hyalomma werden bis zu sechseinhalb Millimeter, vollgesogen sogar bis zu zwei Zentimeter groß und erreichen mit ihren acht Beinen das Tempo von Spinnen. Dazu können sie etwa zehn Meter weit sehen. Mit diesen Fähigkeiten verfolgen die gefährlichen Blutsauger ihre Opfer über mehrere hundert Meter. Ursprünglich aus Afrika, Südasien und Teilen Südosteuropas stammend, könnten sie dem aktuellen Newsletter von „Parasitenportal“ zufolge wohl 2024 in Deutschland heimisch werden.

Der Klimawandel erleichtert den Riesen-Zecken die Ausbreitung

Nach Mitteleuropa und damit auch nach Deutschland gelangen die Parasiten mit Zugvögeln, wie der „Zeckenatlas“ des Robert-Koch-Instituts (RKI) berichtet. Bei ihrer Ausbreitung kann den bereits in Deutschland nachgewiesenen Hyalomma-Arten dann der Klimawandel in die Karten spielen, denn einige können ab einer Temperatur von 15 Grad bereits Eier legen. Gemeldete Funde betreffen bisher zehn Bundesländer von Bayern bis Schleswig-Holstein. Das größte Problem eines Stichs durch die Riesen-Zecken: Sie sind laut RKI die Hauptüberträger des Krim-Kongo-Hämorrhagischen-Fieber-Virus (CCHF), das beim Menschen eine ernste Erkrankung auslösen kann. Zwar bevorzugen sie als Wirte vor allem Großtiere wie Pferde, scheinen aber auch Menschen und Hunde anzunehmen. Damit kommt zur Gefahr durch den Holzbock und von ihm übertragene Krankheiten wie Borreliose, Babesiose (Hundemalaria) oder Anaplasmose eine weitere hinzu. Guter Zeckenschutz sowohl für Zwei- als auch für Vierbeiner wird also immer wichtiger.

Hunde und Katzen mit natürlichen Mitteln schützen

Bei ihren Hunden und Katzen bevorzugen viele Tierhalter dabei natürliche Mittel – gerade, wenn es sich um Jungtiere handelt oder Kinder im Haus sind. Dann bietet sich etwa das Ergänzungsfuttermittel Formel-Z für Hunde und Katzen an – mehr dazu unter www.formel-z.info. Der enthaltene Thiamin-Hefe-Komplex verändert fast unmerklich das Hautmilieu der Tiere und macht es für Zecken unattraktiv – in Studien konnte so der Zeckenbefall bei Hunden um 70 Prozent reduziert werden. Außerdem berichten viele Tierhalter über positive Effekte auf Fell und Haut ihrer Lieblinge. Trotz Zeckenschutz sollten Vierbeiner aber nach Streifzügen im Freien immer gut abgesucht werden, damit Parasiten schnell gefunden und entfernt werden können.

Montag, 29. Januar 2024

Autonomes Fahren, Sharing und KI

So sehen die Deutschen die Mobilität der Zukunft

 

Schnellere Taktung der U-Bahnen, optimierter Verkehrsfluss auf den Straßen, weniger Einschränkungen durch Streiks - 57 Prozent der Deutschen sind davon überzeugt, dass Verkehrsmittel wie Züge, Busse oder Autos in 20 Jahren überwiegend autonom fahren werden. Diese Meinung zieht sich durch alle Altersklassen und wird auch von den Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren mehrheitlich geteilt. Unter den 16- bis 29-Jährigen gehen 63 Prozent von überwiegend autonomen Fahrzeugen in 20 Jahren aus, unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 61 Prozent. Unter den 50- bis 64-Jährigen sind es 51 Prozent, in der Altersgruppe ab 65 Jahren 55 Prozent. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren.

„Trotz aller technischen Herausforderungen: Autonomem Fahren gehört die Zukunft. Autonome Fahrzeuge haben nicht nur eine hohe Verlässlichkeit, sie entlasten auch die Umwelt, führen zu mehr Fahrkomfort und mehr Sicherheit für die Insassen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Als zukünftiger Teil des Nah- und Fernverkehrs können autonome Verkehrsmittel außerdem den zunehmenden Mangel an Fahrerinnen und Fahrer abfedern und die Mobilitätsversorgung gerade auch im ländlichen Raum verbessern.“

Ob autonom oder nicht, On-Demand oder Taktbetrieb, Sharing oder Privatbesitz - neue Mobilitätsangebote wie Sharing-Bikes, On-Demand-Taxis oder autonome Shuttle-Busse verändern schon jetzt das Mobilitätsverhalten. Dabei ist ein Großteil der Deutschen überzeugt, mit der Nutzung etwas für die Umwelt zu tun: 84 Prozent sagen, wer solche neuen Mobilitätsangebote nutzt, der leistet damit einen Beitrag zum Klimaschutz. Dass neue Mobilitätsangebote vor allem auf dem Land die Lebensqualität erhöhen können, meinen insgesamt 83 Prozent der Deutschen. Auch dem Geldbeutel können neue Mobilitätsangebote guttun: Drei Viertel (74 Prozent) der Deutschen sagen, damit können Menschen für weniger Geld von A nach B kommen. Ebenso sagen 74 Prozent, neue Mobilitätsangebote erhöhen die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs, weil der Weg zu den Stationen flexibler bewältigt werden kann. 68 Prozent gehen davon aus, dass neue Mobilitätsangebote den Stadtverkehr reduzieren.

Auch auf KI hofft knapp die Hälfte der Deutschen: Dass Künstliche Intelligenz die Nutzung neuer Mobilitätsangebote attraktiver machen kann, meinen 49 Prozent. Ebenso meinen 50 Prozent, dass digitale Mobilitätslösungen durch KI leichter zugänglich werden. „KI-Lösungen können zum einen die Technologien des autonomen Fahrens verbessern und deren Sicherheit weiter erhöhen, sie können aber auch bei der intelligenten Routenplanung helfen und zum Beispiel als Sprachassistenz bei Buchungsvorgängen in Mobilitätsapps unterstützen“, so Rohleder.

Mittwoch, 8. März 2023

Kaffeeküche statt Küchentisch: Die Büros füllen sich wieder

Unternehmen setzen weiterhin auf hybride Arbeitsmodelle

 


Endlich wieder mit den Kolleginnen und Kollegen in der Kaffeeküche plauschen statt mit dem Laptop zu Hause am Küchentisch sitzen: Mit dem Ende der Corona-Maßnahmen nutzen mehr Beschäftigte ihren Arbeitsplatz im Büro. Aktuell arbeiten noch gut zwei Drittel (68 Prozent), die von ihrem Arbeitgeber die Möglichkeit dazu bekommen, vollständig oder teilweise im Homeoffice. Im vergangenen Jahr waren es fast drei Viertel (74 Prozent). Die Zahl der Beschäftigten, die vollständig oder teilweise im Homeoffice arbeiten können (64 Prozent), ist gleichzeitig sogar leicht gestiegen (2022: 61 Prozent). Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1.007 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, darunter 425 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

„Eine breite Mehrheit der Erwerbstätigen möchte ihren Arbeitsort selbstbestimmt und flexibel wählen und dabei die Möglichkeit haben, zwischen Homeoffice, Büro und anderen Orten zu wechseln“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Angesichts des massiven Fachkräftemangels ist das Angebot hybrider Arbeitsmodelle, die zu einer besseren Work-Life-Balance, höherer Motivation und Produktivität beitragen können, für Unternehmen ein wichtiger Wettbewerbsfaktor.“

Wer nur manchmal oder gar nicht im Homeoffice arbeitet, obwohl er die Möglichkeit dazu hat, möchte sich vor allem mit den Kolleginnen und Kollegen austauschen, mehr als ein Drittel (38 Prozent) will dies wieder vor Ort und nicht mehr nur virtuell tun (2022: 23 Prozent). Ein weiteres Drittel (34 Prozent, 2022: 22 Prozent) möchte Berufliches und Privates stärker trennen. Weitere Gründe sind eine langsame oder fehleranfällige Internetverbindung (28 Prozent), eine starke Präsenzkultur in den Unternehmen (27 Prozent), zu häufige Ablenkung durch Familie oder Mitbewohnerinnen und Mitbewohner (19 Prozent) sowie das Fehlen eines richtigen Arbeitsplatzes zu Hause (15 Prozent).

Um hybride Arbeitsmodelle und „New Work“ geht es auch bei der Work & Culture-Konferenz des Bitkom kommenden Donnerstag, 2. März. Mehr als 60 Expertinnen und Experten geben Impulse und diskutieren im digitalen Format zu den Themen Fachkräftesicherung, Recruiting 4.0, New Work & Leadership, Future Skills und Nachhaltigkeit in der Arbeitswelt. Das Programm und die Möglichkeit zur kostenlosen Anmeldung gibt es hier: https://work-culture.de

Montag, 19. Dezember 2022

Eine Methode für den konstruktiven Umgang mit Konflikten in Unternehmerfamilien

Die Kunst des Fairen Streitens

 

 

 

Neuer Praxisleitfaden der an der Uni Witten/Herdecke ansässigen WIFU-Stiftung bietet Anleitung zum konstruktiven Umgang mit Konflikten in Unternehmerfamilien.

 

 

 

Konflikte greifen immer wieder in die Alltagskommunikation und die Beziehung der Beteiligten ein, zerrütten Stück für Stück etablierte Formen des friedlichen und freundlichen Miteinanders und hören nicht auf, bis sie gelöst werden. Unternehmerfamilien sind besonders anfällig für Konfliktsituationen, da sie – häufig unbewusst – unentwegt mit den widersprüchlichen Erwartungen von Familie und Unternehmen konfrontiert sind. Durch sich entfaltende Konfliktdynamiken steht in diesen Familien nicht nur der Haussegen auf dem Spiel, sondern auch ein Unternehmen, mit dem die Existenzen von Familienmitgliedern und der Arbeitnehmerschaft verknüpft sind.

Wie können der und die Einzelne damit umgehen, wenn erkennbar wird, „da hakt es doch“, aber nicht ersichtlich ist, woran es liegt? Was kann präventiv unternommen werden, wenn das aktuelle Miteinander zwar von Harmonie geprägt ist, gleichzeitig aber auch Unsicherheit in Bezug auf den Umgang mit eventuell aufkommenden Konflikten besteht? Antworten auf diese theoretisch wie praktisch relevanten Fragen gibt der neue WIFU-Praxisleitfaden „Die Kunst des Fairen Streitens – Eine Methode für den konstruktiven Umgang mit Konflikten in Unternehmerfamilien“ von Lina Nagel und Heiko Kleve. 

Das Autorenduo stellt allgemein verständlich und praxisorientiert die auf die Diplom-Psychologin Siglind Willms und Pater Johannes Risse zurückgehende Methode des Fairen Streitens vor – ein strukturiertes Verfahren, anhand dessen die Konfliktparteien ihre Konflikte untereinander, ohne externe Unterstützung, lösen können – und bereitet diese erstmals für Unternehmerfamilien auf. Der Praxisleitfaden versteht sich dabei als eine Art Arbeitsbuch. Der Leser und die Leserin können sich je nach Bedarf einzelne darin beschriebene Kompetenzen heraussuchen oder die Ausführungen an einem Stück lesen.

„Konflikte werden in unserer Gesellschaft häufig tabuisiert. Für konstruktive Konfliktlösung erhalten wir im Laufe unseres Lebens kaum Beispiele, an denen wir uns orientieren können. Der konstruktive Umgang mit Streit kann jedoch gelernt werden. Dazu zeigt unser Praxisleitfaden anhand leicht nutzbarer Übungen einen konkreten und in der Umsetzung wirkungsvollen Weg auf“, erklärt Nagel. „Auch das Streiten will gelernt sein – zumindest dann, wenn wir und unsere Beziehungen an Konflikten wachsen wollen. Gerade für Unternehmerfamilien ist das ausgesprochen wichtig. Denn das alltägliche Zusammentreffen von Familien- und Unternehmensthemen bietet immer wieder Konfliktanlässe, mit denen konstruktiv umgegangen werden sollte“, ​ ergänzt Kleve.

Dieser und weitere Praxisleitfäden stehen auf der Homepage der WIFU-Stiftung (www.wifu.de/bibliothek) kostenlos zur Verfügung.

Samstag, 18. Juni 2022

Wenn Studium auf Praxis trifft

Studierende verbinden Hochschulvorlesungen mit beruflicher Praxis

 

An der Automatisierungstechnikanlage lernen die Studierenden  viel für
ihren späteren Beruf. Mentorin Susan Michelchen unterstützt sie dabei.
Foto: djd/Siemens Professional Education

Ein klassisches Studium ist für viele Abiturientinnen und Abiturienten die Fortsetzung ihrer Schullaufbahn. Hier erlangen sie viel theoretisches Wissen. Wer das bereits früh mit praktischer Berufserfahrung und einem festen Gehalt kombinieren möchte, kann auch ein Studium mit vertiefter Praxis wählen. Dabei absolvieren die jungen Menschen ein typisches Hochschulstudium und verbringen ihre vorlesungsfreien Zeiten sowie ein Praxissemester in einem festen Partnerunternehmen. Dort schreiben sie auch die Bachelorarbeit. Diese Variante ist in vielen Bereichen möglich, unter anderem in dem Studiengang Elektrotechnik an der Hochschule Esslingen.

Tieferes Wissen erlangen

Mirjem Gashi beispielsweise studiert im ersten Semester des dualen Studiengangs Elektrotechnik an der Hochschule Esslingen, Campus Göppingen. "Ich habe vorher bereits eine Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin absolviert“, erzählt die 26-Jährige. „Mit diesem Studiengang möchte ich nun tiefer in die Materie der Elektrotechnik einsteigen, ohne auf die Praxis verzichten zu müssen. Das war mir wichtig." Besonders gut gefalle ihr die große Vielfalt ihres Partnerunternehmens, der Siemens AG, so Gashi.

Praktisches Arbeiten

Ihr Kommilitone Robin Hofbauer schrieb sich direkt nach seinem Abitur 2019 für einen reinen Hochschulstudiengang an der Hochschule Esslingen ein. Von einem Bekannten erfuhr er, dass Siemens noch freie Plätze für die Variante mit vertiefter Praxis anbietet. Aufgrund dieser Empfehlung bewarb er sich und bekam nach erfolgreichem Auswahlverfahren den Vertrag angeboten. Unter www.ausbildung.siemens.com sehen Interessierte, welche Plätze aktuell frei sind. „Bei Siemens im Trainingscenter kann ich genau das ausprobieren, was an der Hochschule theoretisch besprochen wird“, so Hofbauer. „Beispielsweise hat mich die Programmierung von Mikrocontrollern super auf die Vorlesung Mikroprozessortechnik vorbereitet.“

Begleitende Unterstützung

Dual Studierende wie Robin Hofbauer und Mirjem Gashi werden von Anfang an umfassend durch eine Mentorin betreut. Diese Aufgabe übernimmt in Stuttgart Susan Michelchen. Die 37-Jährige sorgt für einen reibungslosen Start der Lernenden und begleitet sie während der gesamten Studienzeit, welche in der Regel mit einer Übernahme endet. „Ich bin die Schnittstelle zwischen den Studierenden, den Abteilungen und der Hochschule“, erklärt die gelernte Informatikerin.

Mittwoch, 27. April 2022

Darauf sollten Bewerber bei der Pflege ihrer Social-Media-Profile achten

Klar Schiff machen in der virtuellen Welt

 

 Foto: djd/adeccogroup.de/Unsplash/Austin Distel

Endlich wieder aufräumen und gründlich ausmisten: Das ist von Zeit zu Zeit nicht nur für die eigene Wohnung wichtig, sondern erst recht für das virtuelle Zuhause. Denn Arbeitgeber suchen häufig online nach geeigneten Kandidaten und verschaffen sich im Web einen ersten Eindruck. Die eigenen Profile sollten daher aktuell und frei von eher fragwürdigen Inhalten oder Schnappschüssen sein. Zudem werden viele Positionen direkt über Empfehlungen und Netzwerke besetzt. Ein aktives Auftreten auf geeigneten Plattformen kann sich somit auszahlen.

Der erste Eindruck zählt

Wie wirkt man auf Personen, die einen noch nicht kennen? Dies lässt sich herausfinden, indem man den eigenen Namen in die Suchmaschine eingibt. Schließlich gehen auch Personalverantwortliche meist so vor, um herauszufinden, ob Bewerber zur Unternehmenskultur passen könnten. "Oft findet man bei der Onlinesuche lange vergessene Einträge wieder, die einem heute womöglich unangenehm sind. Ein regelmäßiges Aufräumen ist daher unbedingt zu empfehlen", sagt Bastian Krapf von Adecco Personaldienstleistungen. Die Porträtfotos sollten aktuell sein und zum professionellen Anspruch passen. Noch mehr gilt das für Karriereportale wie LinkedIn oder Xing. Hier geht es vor allem um das digitale Selbstmarketing: Berufsstationen, Qualifikationen, aber auch persönliche Stärken dürfen selbstbewusst präsentiert werden. Tipp: Neben der aktuellen Berufsbezeichnung lassen sich dort Hashtags setzen, um mit Kernaufgaben und Kenntnissen leichter gefunden zu werden. Eine vollständige Übersicht der bisherigen Arbeitsstationen gehört ebenfalls zu den Grundlagen. "Wer darüber hinaus aktiv professionelle Inhalte erstellt, teilt und kommentiert, macht auf sich aufmerksam und zeigt die eigene fachliche Expertise", erklärt Bastian Krapf weiter.  

Systematisch aufräumen

Neben Karriere- und Businessplattformen tummeln sich viele heute ebenfalls in den eher privat ausgerichteten sozialen Medien. Doch auch hier sollten Bewerber seriös auftreten. Bilder, Beiträge, Kommentare und alles, was dem eigenen Ruf schaden könnte, sollte man tunlichst löschen - selbst wenn es sich buchstäblich um Jugendsünden handelt. Auf Facebook zum Beispiel kann man einschränken, wer einen auf Fotos markieren darf. Dadurch lassen sich unangenehme Überraschungen vermeiden. Unter adeccogroup.de etwa gibt es viele weitere Tipps für das digitale Eigenmarketing und die Jobsuche. Noch ein Tipp, der auf alle sozialen Plattformen zutrifft: Ein systematisches Aufräumen der eigenen Kontaktliste schafft Klarheit und sorgt dafür, dass man selbst relevantere Beiträge angezeigt bekommt.

Montag, 7. März 2022

Kaffee – besser als sein Ruf?

"Gesundheitsfördernde Wirkung des Kultgetränks oft unterschätzt

 


Seit Jahren zählt Kaffee zu den Lieblingsgetränken der Deutschen. Die Corona-Krise mit Lockdowns und Homeoffice hat den Verbrauch laut Deutschem Kaffeeverband noch einmal gesteigert – trotz lange Zeit geschlossener Cafés und Restaurants. So stieg der Konsum des aromatischen Bohnengetränks im ersten Corona-Jahr auf 168 Liter pro Kopf, das entspricht rund 1.000 normalgroßen Tassen. Ob gemahlen und gefiltert, als Pad, Kapsel oder löslich: Der beste Ruf geht Kaffee jedoch nicht voraus. Hartnäckig hält sich das Vorurteil, er schade der Gesundheit. „Zu Unrecht“, sagt Dr. Anja Luci, Ernährungswissenschaftlerin der KKH Kaufmännische Krankenkasse.

Mehr als ein Muntermacher

Kaffee enthält mehr als 1.000 Inhaltsstoffe, darunter Wasser, Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße, Säuren, Alkaloide, Vitamine, Mineral- und Aromastoffe. Der wohl bekannteste darunter ist Koffein, ein Alkaloid, das beispielsweise auch in Schwarztee, Kakao und Schokolade vorkommt. „Koffein blockiert den Botenstoff Adenosin im Gehirn, der Müdigkeit auslöst, und wirkt so als Wachmacher“, erklärt Luci. „Es zählt zu den ältesten von Menschen genutzten Stimulanzien, steigert Antrieb und Konzentration und hellt die Stimmung auf. Profi-Athleten setzen es häufig zur Leistungssteigerung ein.“ Darüber hinaus regt Koffein das Zentralnervensystem an, kann Blutdruck und Herzfrequenz nach 15 bis 30 Minuten erhöhen sowie Kreislauf und Verdauung anregen.

Kaffee ist nicht gleich Kaffee

Längst bieten Cafés und Restaurants neben dem klassischen Kännchen Kaffee, Milchkaffee, Espresso und Cappuccino auch Exoten an wie Mochacchino oder Frappuccino. „Kaffee ist Kult“, so Anja Luci, aber: „Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Wer ihn zum Beispiel filtert, nimmt weniger Cafestol und Kaherol auf, da sie im Filter verbleiben. Beide Stoffe können für erhöhte Cholesterinwerte sorgen.“ Weiteres Beispiel: Espresso. „Er ist magenfreundlicher als Filterkaffee, da er weniger Säure enthält.“

Hartnäckig hält sich das Vorurteil, Kaffee sei ein Flüssigkeitsräuber. Das wurde inzwischen widerlegt, denn seine harntreibende Wirkung ist nur leicht erhöht gegenüber der von Wasser. Und so ist Kaffee ein wichtiger Teil der täglich nötigen Flüssigkeitszufuhr. Wissenschaftlich erwiesen sind eine Reihe weiterer positiver Effekte für die Gesundheit. Demnach soll Kaffee unter anderem …

  • das Risiko für Diabetes Typ 2 und damit auch für Herz-Kreislauf-Krankheiten senken,
  • entzündungshemmend wirken,
  • durch enthaltene Antioxidantien Schädigungen durch freie Radikale reduzieren und somit vor Darm-, Leber- und Gebärmutterhalskrebs schützen. Das gilt vor allem, wenn Kaffee nicht kochend heiß getrunken wird.

Die Menge macht’s

Damit Kaffee seine positive Wirkung entfalten kann, ist ein moderater Konsum entscheidend. „Für gesunde Erwachsene sind bis zu vier Tassen Filterkaffee am Tag okay“, sagt Ernährungs-Expertin Luci. „Bluthochdruckpatienten, Schwangere und Stillende sollten nicht mehr als zwei Tassen täglich trinken.“ Wie Kaffee bei jedem einzelnen wirkt, ist individuell verschieden und hängt auch von der Sorte des Kaffees, seiner Röstung und Zubereitung ab. Eine Tasse Kaffee enthält zwischen 40 und 120 Milligramm Koffein. Wie lange es im Körper wirksam ist, ist unterschiedlich und auch genetisch bedingt: im Schnitt vier Stunden – bei Frauen meist deutlich länger als bei Männern. Insgesamt wirkt Kaffee bei denen, die ihn regelmäßig trinken, weniger stark als bei Gelegenheitsgenießern.

Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit mehr als 1,6 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter kkh.de/unternehmen/kurzportraet.

Samstag, 12. Februar 2022

Vier von zehn Unternehmen setzen ausschließlich auf digitale Bewerbungen

  • Vom Vorstellungsgespräch bis zur Vertragsunterschrift: Einige Unternehmen haben Bewerbungsprozess vollständig digitalisiert
  • Online-Bewerbungsverfahren sparen Aufwand und Kosten

 


 

Per Mail, Online-Tool und Videocall: Der Einsatz digitaler Technologien im Bewerbungsverfahren ist Standard. Mittlerweile ermöglicht es jedes Unternehmen in Deutschland Job-Interessenten, sich online auf Stellen zu bewerben. 

Vier von zehn Unternehmen (42 Prozent) setzen sogar ausschließlich auf digitale Bewerbungsunterlagen. Bei den übrigen 58 Prozent ist es zumindest teilweise der Fall. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 850 Unternehmen in Deutschland. 

Einige Unternehmen haben sogar den kompletten Einstellungsprozess von der Bewerbung zur Vertragsunterschrift digitalisiert: Jedes sechste Unternehmen (16 Prozent) führt Bewerbungsgespräche ausschließlich per Videokonferenz durch. 63 Prozent machen das teilweise. Jedes elfte Unternehmen (9 Prozent) setzt exklusiv auf digitale Assessment-Center oder Online-Testverfahren, 44 Prozent teilweise. 3 Prozent lassen Arbeitsverträge ausschließlich per digitaler Signatur unterzeichnen, weitere 26 Prozent machen das teilweise. 

Auch digitales Probearbeiten ist bei einigen Unternehmen an der Tagesordnung, 1 Prozent ermöglichen das ausschließlich und weitere 18 Prozent teilweise. „Digitale Bewerbungsverfahren sind effizienter, weniger zeitaufwändig und kostengünstiger als klassische Bewerbungsmappen und Vorstellungsgespräche in Präsenz. Außerdem verbraucht ein digitaler Bewerbungsprozess weniger Umweltressourcen. In der Pandemie haben sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer diese Vorteile schätzen gelernt“, sagt Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom. „Digitale Technologien sind für 80 Prozent der Menschen in Deutschland ein fester Bestandteil ihres Alltags. Sie setzen selbstverständlich voraus, dass sie von künftigen Arbeitgebern in ihrer digitalen Lebenswelt abgeholt werden und anschließend möglichst auch mobil arbeiten können.“

Hinweis zur Methodik: 

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 851 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen mit 3 und mehr Beschäftigten aller Branchen (exklusive öffentlichem Sektor) telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft in Deutschland.

Mittwoch, 3. November 2021

Wie Unternehmerfamilien für den Ernstfall vorsorgen können

Praxisleitfaden des Instituts für Familienunternehmen (WIFU) der Universität Witten /Herdecke

Link zum Download
 

Das an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) angesiedelte Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) zeigt praxisnah auf, wie eine gute Notfallplanung Familienunternehmen schützen kann.

Die ernsthafte und offene Auseinandersetzung mit den Themen Krankheit und Tod wird in Unternehmerfamilien oft gescheut. Doch die Folgen eines solchen Verdrängens können im Ernstfall massive Schäden im Eigentümerkreis und am Familienunternehmen anrichten – im schlimmsten Fall drohen Unternehmensaufgabe oder Insolvenz. Damit gehört es zum Verantwortungsbereich eines jeden Unternehmers und einer jeden Unternehmerin, für solche Worst-case-Szenarien vorzusorgen. Doch was genau ist ein vorsorgerelevanter Notfall? Welche konkreten Maßnahmen eignen sich zur Notfallvorsorge? Diesen und weiteren Fragen widmen sich Peter Lamers und Mark Pawlytta vom WIFU-Kooperationspartner KPMG Law in dem neuen WIFU-Praxisleitfaden „Notfallplanung für Unternehmerfamilien – mit Sorgfalt und Voraussicht den Bestand des Unternehmens sichern“ und dem dazugehörigen Formularband „Notfallvorsorge“.

Der Praxisleitfaden und der Formularband beleuchten grundlegende Aspekte des Themas Notfallvorsorge und zeigen Gestaltungsmöglichkeiten für eine vorausschauende Notfallplanung auf. Die Leserschaft erfährt beispielsweise, dass es nicht ausreicht, den Blick ausschließlich auf die Geschäftsfähigkeit im rechtlichen Sinne zu richten. Auch drastische Änderungen in Verhalten und Persönlichkeit, die etwa durch Medikamentengabe ausgelöst werden können, stellen einen Notfall dar. Die Autoren raten unter anderem dazu, frühzeitig eine oder mehrere Vertrauenspersonen auszuwählen und auf den Ernstfall vorzubereiten, strategische Handlungsanweisungen für entsprechende Schicksalsschläge festzuhalten und die Nachfolge des Unternehmens zu klären. Mehrere konkrete Fallbeispiele erleichtern das Verständnis und machen die Notwendigkeit durchdachter Vorsorgeregelungen besonders anschaulich.

„Das sorgfältige Packen des Notfallkoffers ist eine Aufgabe, die nicht an einem verregneten Wochenende erledigt sein wird“, erläutert Prof. Dr. Tom Rüsen, Geschäftsführender Direktor des WIFU und Verfasser des Leitfaden-Vorworts. „Ich hoffe sehr, dass wir Unternehmerfamilien mit unserem Praxisleitfaden und dem dazugehörigen Formularband bei diesem Unterfangen unterstützen können.“

Montag, 27. September 2021

Bitkom zum Ausgang der Bundestagswahl

„Digitalisierung an die Spitze der politischen Agenda stellen“



Berlin, 26. September 2021 - Zum Ausgang der Bundestagswahl erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Die Wählerinnen und Wähler haben ihre Wahlentscheidung getroffen. Nun ist es an den im Bundestag vertretenen Parteien und Abgeordneten, eine Entscheidung über die künftige Bundesregierung und deren Programm zu treffen. Wer auch immer die nächste Bundesregierung bildet: Sie hat den Auftrag, die Wirtschaft zu stärken und Deutschland in die digitale Zukunft zu führen. Die Zeichen müssen nun auf Transformation und Digitalisierung gestellt werden. Digitalpolitik ist keine Klientelpolitik, Digitalisierung geht alle an – und diesen Wandel voranzutreiben und zu gestalten, muss eine wesentliche Aufgabe der neuen Regierung sein. Die Digitalwirtschaft erwartet von der künftigen Bundesregierung kein digitales Klein-Klein, sondern den längst überfälligen, großen digitalpolitischen Wurf.

Die Anhängerinnen und Anhänger aller für eine Regierungskoalition in Frage kommenden Parteien fordern mehrheitlich eine ehrgeizige Digitalpolitik, wie repräsentative Umfragen im Auftrag des Bitkom zeigen. Ein eigenständiges und starkes Digitalministerium fordern 77 Prozent im Lager der Union, bei den Grünen sind es 74 Prozent, bei der FDP 73 Prozent, bei der Linken 72 Prozent und bei der SPD 58 Prozent. Auch bei den wichtigsten digitalpolitischen Themen wie der Digitalisierung von Schulen, der Sicherung von Arbeitsplätzen in der digitalen Wirtschaft und der Modernisierung der Verwaltung geht es nicht um das Ob, sondern um das Wie und Wann. In allen Parteilagern stehen diese Themen oben auf der Prioritätenliste.

Nach der Bundestagswahl vor vier Jahren haben wir eine beispiellose Hängepartie erlebt, die sich nicht wiederholen darf. Die taktischen Spiele von damals haben wertvolle Zeit gekostet, doch die Digitalisierung duldet keinen Aufschub. Es braucht jetzt zügige Sondierungen und dann eine Koalition der Vernunft mit einem überzeugenden und also gleichermaßen ambitionierten wie realitätsnahen und vor allem digitalen Programm.“

Dienstag, 27. Juli 2021

Unerwünschte Zugriffe auf das Smartphone verhindern

eco Verband gibt 7 Tipps




Das Smartphone ist unser ständiger Begleiter, selbst im Urlaub am Strand oder See, und daher in vielen Situationen gefährdet. Auch aus der Ferne sind illegale Zugriffsversuche möglich. Die Spionage-Software Pegasus hat eindrucksvoll bewiesen, wie Sicherheitslücken ausgenutzt werden können, um heimlich Software zu installieren und anschließend die Kommunikation auf dem Smartphone zu überwachen. Wer sein Handy aktiv vor fremden Zugriffen schützt, der minimiert das Risiko, dass Bilder, Kontakte und Zugangsdaten zu Banking und Shopping-Portalen in falsche Hände gelangen.

Der eco Verband gibt 7 Tipps, die jeder Smartphone-Besitzer beherzigen sollte, um unerwünschte Zugriffe zu unterbinden. „Die Fülle an persönlichen Daten in einem Gerät macht das Smartphone für Cyberkriminelle zu einem immer beliebteren Zielobjekt ihrer Angriffsversuche. Die Sicherheit des Gerätes sollte daher jeder Nutzer aktiv überprüfen. Im Falle eines tatsächlichen Verlustes werden Sie sich selbst dankbar sein, rechtzeitig vorgesorgt zu haben“, sagt Alexander Rabe, Geschäftsführer des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V.

  1. Richten Sie eine Displaysperre ein. Fast alle Handys sind ab Werk bereits durch eine SIM-Sperre geschützt, die beim Anschalten nach Ihrer PIN für die SIM-Karte fragt. Das sollten Sie unbedingt beibehalten und zusätzlich eine Display-Sperre aktivieren, die sich mit einem anderen Code oder biometrisch per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung lösen lässt.
  2. Installieren Sie Updates! Die Anbieter veröffentlichen regelmäßig Updates fürs Betriebssystem oder die installierten Apps. Installieren Sie diese zeitnah, denn mit den Aktualisierungen werden meist nicht nur neue Funktionen, sondern auch wichtige Sicherheitsupdates mitgeliefert. Aktivieren Sie automatische Updates für Ihre Apps im App Store, nur über WLAN um Daten zu sparen, um Ihre Anwendungen automatisch aktuell zu halten.
  3. Machen Sie Backups! Schützen Sie sich vor Datenverlust, indem Sie alle Fotos, Videos, Kalenderdaten und Kontakte online speichern. Es gibt viele Anbieter, die das für Sie übernehmen, beispielsweise iCloud, Google Drive oder OneDrive. Dies können Sie je nach Anbieter unter Einstellungen / Sichern und Wiederherstellen konfigurieren.
  4. Laden und nutzen Sie nur Apps aus den offiziellen App-Stores, etwa dem Google Play oder dem Apple App Store. Apps von unbekannten Webseiten enthalten möglicherweise Schadcode. Folgen Sie keinen Links in einer E-Mail oder einer anderen Nachricht, der sie zu einem App-Download führt. Stattdessen suchen Sie besser manuell im offiziellen App-Store nach der Anwendung und installieren Sie sie von dort. Unterbinden Sie in den Einstellungen auf Ihrem Handy die Installation von Apps unbekannter Herkunft.
  5. Prüfen Sie in den App-Stores vorab, welche Berechtigungen – beispielsweise Zugriff auf Kontakte, Kamera oder Standort – die App braucht. Viele Apps sammeln mehr Daten, als auf den ersten Blick nötig erscheint. In den Einstellungen des Smartphones lassen sich die Berechtigungen auch nach der Installation einschränken.
  6. Verschlüsseln Sie Ihr Smartphone, damit im Falle eines Geräteverlustes Daten nicht in fremde Hände fallen. Neuere Betriebssysteme verschlüsseln die Nutzerdaten auf dem Smartphone automatisch, um Mails, Kontakte, Fotos, Downloads oder Zugangsdaten zu schützen. Ältere Smartphones lassen sich in den Einstellungen manuell verschlüsseln. Prüfen Sie auch, ob die Daten auf der SD-Karte im Gerät verschlüsselt sind.
  7. Seien Sie vorsichtig in offenen WLANs. In einem offenen WLAN surfen Sie zwar kostenlos, es ist aber auch relativ einfach, Ihren Datenverkehr zu belauschen. Verzichten Sie in offenen WLAN auf Homebanking und auf alle Dienste, bei denen Sie sich einloggen müssen wie Amazon oder Mail.

Freitag, 18. Juni 2021

Verreisen in tierischer Begleitung

TASSO e.V. gibt Tipps für die Urlaubsplanung


© TASSO e.V.

Sulzbach/Ts., 17. Juni 2021 – Sommer, Sonne, Urlaubsstimmung: Dank sinkender Corona-Zahlen ist Reisen innerhalb Deutschlands sowie im europäischen Ausland wieder weitestgehend möglich. Ob Campingurlaub an der Nordsee oder das Ferienhaus in Österreich, für viele Tierhalter ist es selbstverständlich, dass ihr tierischer Freund sie in den Urlaub begleitet. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes kostenloses Haustierregister betreibt, hat die wichtigsten Tipps für eine entspannte Reiseplanung mit Haustier zusammengefasst.

Neue Wanderwege erkunden oder schöne Stunden am See verbringen – ein Urlaub verspricht für Mensch und Tier meist eine gelungene Kombination aus Entspannung und Abenteuern. „Grundsätzlich sind die meisten Hunde tolle Reisebegleiter, sie finden es spannend an der Seite ihrer Familie Neues zu entdecken“, weiß TASSO-Leiter und langjähriger Hundehalter Philip McCreight. Dennoch müssen Urlaubsort sowie die Art der Reise für den Vierbeiner passend sein. Bei langen Flugstrecken, Großstadttrips oder Reisen in sehr heiße Länder ist es nicht unbedingt ratsam, den Vierbeiner mitzunehmen. Auch ein Kletterabenteuer ist für einen Hund eher nicht die richtige Wahl. Dann sind Tierhalter besser beraten ihren tierischen Liebling bei Bekannten oder Verwandten sicher unterzubringen oder ihn in die Obhut einer professionellen Betreuung zu übergeben.

Schutz durch Kennzeichnung und Registrierung

In jedem Fall sollte das Tier spätestens jetzt zur Urlaubszeit kostenlos im Haustierregister von TASSO registriert werden. Ob am Urlaubsort oder zu Hause bei der professionellen Tierbetreuung: Wenn ein Tier entläuft, sind die Chancen, dass es schnell zu seiner Familie zurückkehren kann dann am größten, wenn die Daten des Transponders, den es unter der Haut trägt, zusammen mit den Daten des Tierhalters in der TASSO-Datenbank hinterlegt sind. 

Reisen in tierischer Begleitung – Darauf sollten Tierhalter achten

Sind sowohl die Reiseart als auch der Urlaubsort für den tierischen Begleiter geeignet und die Einreisebestimmungen mit Tier vorab geklärt, steht einem gemeinsamen Urlaub nichts mehr im Wege. Sehr viele Hotels, Ferienressorts, Vermieter von Ferienhäusern und -wohnungen sowie Campingplätze sind auf Vierbeiner eingestellt. Wer bei der Suche nach einer Unterkunft gezielt darauf achtet, dass Hunde mit von der Partie sein dürfen, wird schnell fündig.

Besonders komfortabel reisen Hunde im Auto, da Tierhalter regelmäßige Pausen einplanen können. Natürlich muss der tierische Partner während der Fahrt korrekt gesichert werden, damit weder für ihn noch für andere Fahrgäste eine Gefahr entsteht. Auch im Zug dürfen Hunde mit auf Reisen gehen. Für ein Ticket ist hier häufig der halbe Fahrpreis fällig. Es gilt grundsätzlich Leinen- und oft auch eine Maulkorbpflicht. Wer mit dem Flugzeug in den Urlaub reist, kann seinen Vierbeiner nur dann mit an Bord nehmen, wenn er sehr klein ist und in eine Transporttasche passt. Die Bestimmungen hier sind von Fluglinie zu Fluglinie unterschiedlich. Ob Zug oder Flugzeug, es ist wichtig, dass sich Reisende frühzeitig über die jeweiligen Bestimmungen informieren.

Checkliste für das tierische Reisegepäck

Bei der Urlaubsvorbereitung sollten Tierhalter unter anderem auch an den Heimtierausweis mit Informationen zu den letzten Impfungen sowie an wichtige Telefonnummern – wie die eines Tierarztes vor Ort oder eines Ansprechpartners der Haftpflichtversicherung – denken. Tierhalter sollten für Ihren Vierbeiner unbedingt eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung abschließen, die auch im Ausland gilt. Zudem sollten Futter und Hygieneartikel, Transportbox, Maulkorb (wenn nötig), Leine, Decke und Spielzeug eingepackt werden. Nicht zu vergessen: die Reiseapotheke mit den Medikamenten, die das Tier benötigt, Mittel gegen Reiseübelkeit und Durchfall, Wund- und Desinfektionsspray sowie Verbandsmaterial.

Damit auf der Reise und am Urlaubsort auch nichts Wichtiges fehlt, bietet TASSO eine Checkliste für das tierische Reisegepäck.

Donnerstag, 3. Juni 2021

Kontaktloses Bezahlen wird durch Corona zum Standard

6 von 10 wollen auch künftig seltener Bargeld nutzen




Der Boom beim kontaktlosen Bezahlen an der Ladenkasse seit Beginn der Corona-Pandemie setzt sich fort. In den drei Monaten von Februar bis April haben 9 von 10 (85 Prozent) der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger mindestens einmal kontaktlos mit Karte, Smartphone oder Smartwatch im Geschäft bezahlt. Zum Ende vergangenen Jahres lag der Anteil noch bei 79 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. 

Fast ein Viertel (23 Prozent) zahlt dabei täglich oder mehrmals täglich kontaktlos (von September bis November 2020: 18 Prozent). Noch etwas mehr nutzen kontaktlose Bezahlmöglichkeiten mehrmals die Woche (26 Prozent, 2020: 28 Prozent) oder zumindest einmal die Woche (27 Prozent, 2020: 20 Prozent). „Kontaktloses Bezahlen ist seit Beginn der Corona-Pandemie zum absoluten Standard geworden – und wird das auch bleiben. Es ist bequem, schnell und mit Smartwatch oder Smartphone dank biometrischer Schutzmaßnahmen wie Fingerabdruckscanner besonders sicher“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. 4 von 10 (38 Prozent) Kundinnen und Kunden haben in den vergangenen drei Monaten an der Kasse zu Smartphone oder Smartwatch gegriffen. 7 Prozent bezahlen auf diese Weise sogar täglich oder mehrmals täglich, weitere 5 Prozent mehrmals wöchentlich, 7 Prozent zumindest einmal die Woche. Rund ein Fünftel (19 Prozent) nutzt Smartphone oder Smartwatch an der Kasse seltener.

Mehrheit fordert: Überall muss elektronisches Bezahlen möglich sein

Rund ein Drittel (32 Prozent) gibt dabei an, in der Corona-Pandemie erstmals das kontaktlose Bezahlen ausprobiert zu haben, 10 Prozent haben in der Zeit zum ersten Mal mit Smartphone oder Smartwatch bezahlt. Ein Grund dafür: Mehr als die Hälfte (55 Prozent) empfindet das kontaktlose Bezahlen hygienischer. Zwei Drittel (69 Prozent) nutzen aus diesem Grund in der Pandemie seltener Bargeld als früher. Und 59 Prozent sind sicher, auch nach der Corona-Pandemie häufiger auf Bargeld zu verzichten. 6 von 10 Befragten (60 Prozent) geben zudem an, dass es sie stört, wenn sie nicht bargeldlos mit Karte, Smartphone oder Smartwatch bezahlen können. Eine Mehrheit von 57 Prozent fordert daher, dass alle Geschäfte gesetzlich verpflichtet werden sollten, neben Bargeldzahlungen auch mindestens eine elektronische Bezahlmöglichkeit anzubieten. Rohleder: „Es ist überfällig, dass Kundinnen und Kunden überall echte Wahlfreiheit beim Bezahlen bekommen. Digitales und kontaktloses Bezahlen sollte flächendeckend genauso akzeptiert werden wie Cash.“

Die Veränderungen der Finanzwelt durch die Digitalisierung stehen auch im Mittelpunkt der Digital Finance Conference des Bitkom am 9. und 10. Juni 2021. Mehr als 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich über Themen wie dezentrale Finanz- und Blockchain-Lösungen, digitale Souveränität und Plattformen und Nachhaltigkeit in der Finanzlandschaft austauschen. 

Als Speaker treten u.a. auf Burkhard Balz, Vorstandsmitglied der Bundesbank, Dr Nazim Cetin, CEO von Allianz X, Dr. Jörg Kukies, Staatssekretär des Bundesfinanzministeriums, Antony Cahill, Managing Director Europe Regions von Visa, und Mirjam Staub-Bisang, Country Head, BlackRock Switzerland. Alle Informationen und die Möglichkeit, sich kostenfrei anzumelden, online unter: finance-conference.berlin

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch zwischen Anfang Februar und Anfang Mai befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Welche der folgenden Aktivitäten bzw. Handlungen haben Sie in den letzten 3 Monaten unternommen?“ und „Bitte geben Sie an, inwieweit Sie diesen Aussagen zustimmen oder nicht zustimmen?“

Montag, 26. April 2021

DAK-Studie: Homeoffice-Potenzial ist fast ausgeschöpft

Mehr als ein Drittel der Beschäftigten arbeitet regelmäßig im Homeoffice – bei hoher Zufriedenheit und Produktivität




Homeoffice hat sich in der deutschen Arbeitswelt etabliert. Doch ein gewisses Homeoffice-Potenzial bleibt ungenutzt: Fast die Hälfte aller Beschäftigten könnte – von der Tätigkeit her – ganz oder zu einem großen Teil von zu Hause aus arbeiten. Tatsächlich ist aber nur jeder und jede Dritte regelmäßig im Homeoffice aktiv. Einer kleinen Minderheit fehlt die Erlaubnis ihrer Firma und neun Prozent entscheiden sich selbst bewusst dagegen. Gleichzeitig sind Arbeitszufriedenheit und Produktivität im Homeoffice hoch und in den vergangenen Monaten noch gestiegen. Das zeigt die Homeoffice-Studie der DAK-Gesundheit. Die Krankenkasse hat jetzt ein Update zu ihrer Sonderanalyse „Digitalisierung und Homeoffice in der Corona-Krise“ erstellt und dazu ergänzend auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber nach ihrer Einschätzung befragt.

Mit dem Update liegt eine einmalige Längsschnittstudie zu Digitalisierung und Homeoffice vor, die den Stand vor Corona, während der ersten sowie vor der dritten Welle miteinander vergleicht. Befragt wurde im Februar 2021 eine für Deutschland repräsentative Stichprobe von über 7.000 Beschäftigten, von denen knapp 5.000 bereits bei den Erhebungen im April/Mai 2020 und im Dezember 2019 dabei waren. Damit sind die Ergebnisse der DAK-Studie in hohem Maße repräsentativ. Sie zeigen auf, dass für die Mehrheit der Beschäftigten die positiven Aspekte des Homeoffice überwiegen. Die durch die Pandemie bedingte Sondersituation, etwa die gleichzeitige Betreuung von Kindern während der Arbeit zu Hause, wird als belastend empfunden, aber als Auswirkung der Krise nicht dem Homeoffice selbst angelastet. Allerdings verfügt eine Minderheit der Befragten über keine besonderen Strategien, um im Homeoffice gut arbeiten zu können. Das Risiko von Überforderung und Überlastung ist hier gegeben.

Homeoffice hat sich in der Arbeitswelt etabliert

Vor der Pandemie waren nur zehn Prozent fast täglich oder zumindest mehrmals pro Woche im Homeoffice. Seit der Corona-Krise hat sich ihr Anteil mehr als verdreifacht: Im Februar 2021 sind 38 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer regelmäßig von zu Hause aus tätig. Damit ist das Niveau vor der dritten Pandemie-Welle in etwa so hoch wie während der ersten. „Das Homeoffice hat sich in der Arbeitswelt etabliert und kann zu einer Erfolgsgeschichte werden“, sagt Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. „Das funktioniert – wie wir sehen – auch ohne gesetzliche Verpflichtung.“

Homeoffice-Potenzial ist fast ausgeschöpft

Von ihrem Tätigkeitsprofil her könnten 45 Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach eigener Auskunft zumindest für einen großen Teil ihrer Arbeitszeit ins Homeoffice gehen. Neun Prozent entscheiden sich bewusst dagegen, drei Prozent berichten von einem Verbot ihrer Firma. Von denjenigen, die von sich aus lieber ins Büro gehen, berichten viele von zu viel Ablenkung zu Hause (28 Prozent), dem Unvermögen, sich abzugrenzen (24 Prozent) oder sich allein zu organisieren (17 Prozent). Ein Drittel hat auch mindestens ein Kind unter zwölf Jahren mit – in Corona-Zeiten – eingeschränkter Betreuung durch Kita oder Schule. „Menschen mit potenziell Homeoffice-geeigneten Jobs gehen ins Büro und verzichten aufs mobile Arbeiten, weil sie zu Hause zu wenig Platz haben und vertrauliche Unterlagen nicht einfach auf dem Sofa bearbeiten können“, sagt Andreas Storm. „Keine politisch verordnete Homeoffice-Pflicht kann an der Tatsache etwas ändern, dass sich für einen gewissen Anteil der Beschäftigten das Büro nicht einfach so ins Wohnzimmer verlagern lässt!“

Tatsächlich gibt es nur eine sehr kleine Minderheit, die allein aus eher unbedeutenden Gründen weiter in die Firma fährt. Zu solchen Gründen gehören „gern mal rauskommen“ und „Kollegen sehen“ oder auch als kompliziert empfundene Firmenregeln fürs Homeoffice. „Potenzial für zukünftig noch mehr Arbeit von zu Hause aus sehen wir allein bei einer sehr kleinen Gruppe an Beschäftigten, die unter zwei Prozent in Deutschland ausmacht“, fasst Hans-Dieter Nolting die Studienergebnisse seines IGES-Instituts zusammen.

Produktivität im Homeoffice ist hoch

Grundsätzlich leisten die Beschäftigten im Homeoffice viel. Der Anteil derer, die sich bei der Arbeit in den eigenen vier Wänden sogar als produktiver empfinden, ist im Verlauf der Corona-Krise noch gestiegen: Er lag im April/Mai 2020 bei 57 Prozent und im Februar 2021 bei 63 Prozent. Auch die Arbeitgeber halten ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Hause im Großen und Ganzen für ebenso produktiv wie im Büro. In mittelständischen und großen Unternehmen ist Homeoffice deutlich verbreiteter als in Kleinbetrieben. Großbetriebe stellen ihren Beschäftigten auch mehrheitlich passende Arbeitsmittel wie Laptop, Monitor, Tastatur oder sogar Büromöbel ins Heim.

Arbeitszufriedenheit und Work-Life-Balance weiterhin hoch

Das Update der DAK-Studie zeigt, dass die Beschäftigten auch nach Monaten im Homeoffice weiterhin sehr zufrieden sind. Die Arbeitszufriedenheit ist im Februar 2021 sogar noch gestiegen. Die große Mehrheit (72 Prozent) kann zudem Beruf und Familie gut miteinander vereinbaren. Im Verlauf der Corona-Krise hat auch hier der Anteil derjenigen, die Vorteile für sich wahrnehmen, zugenommen (plus sechs Prozentpunkte).

Risiko der Über- und Fehlbelastung durch das Homeoffice

Insgesamt haben die Menschen mittlerweile viel digitale Erfahrung gesammelt und besitzen nach eigener Einschätzung mehrheitlich eine gute Kompetenz für das Homeoffice. Sie verfügen über Strategien, die ihnen helfen, gut von zu Hause aus zu arbeiten: Sie geben ihrem Arbeitstag eine klare Zeitstruktur, legen Beginn und Arbeitsende klar fest, richten sich Pausen ein und halten virtuell persönlichen Kontakt mit ihrem Team. Allerdings zeigt die Studie auch, dass eine Minderheit von vier Prozent über keine einzige der genannten Strategien verfügt. Auch wenn parallel zur Homearbeit Kinder zu betreuen sind, ist es für die Betroffenen schwerer. 44 Prozent der Beschäftigten mit Kind unter zwölf Jahren sagen, sie seien häufig abgelenkt. Und die große Mehrheit bekommt von ihrer Firma nur einen Laptop und hat deshalb daheim eine ergonomisch unzureichende Ausstattung. „Wenn Beschäftigte im Homeoffice regelmäßig über ihre Grenzen gehen, besteht langfristig das Risiko einer Über- und Fehlbelastung. Es muss für Arbeitgeber ein Warnsignal sein, wenn sich zum Beispiel die Überstunden häufen“, sagt Andreas Storm. „Hier sind auch die Arbeitgeber in der Fürsorgepflicht.“ Tatsächlich bietet bisher nur eine Minderheit der Firmen (13 Prozent) Schulungen zur Arbeit im Homeoffice an, bei denen auch gesundes Selbstmanagement Thema sein müsste.

Online-Angebot zum gesunden Arbeiten im Homeoffice

Unter dem Eindruck der Veränderungen hat die DAK-Gesundheit ihre Online-Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung erweitert. Sie bietet Firmen Online-Workshops und -Schulungen für ihre Mitarbeiter an, die gesundes Arbeiten im Homeoffice unterstützen. Ein Teil der Angebote ist für Versicherte aller Krankenkassen kostenfrei zugänglich. Weitere Informationen zum Homeoffice und zur aktuellen Studie veröffentlicht die Krankenkasse unter: www.dak.de/homeoffice

Die DAK-Gesundheit ist mit rund 5,6 Millionen Versicherten die drittgrößte gesetzliche Krankenkassen Deutschlands.

Samstag, 6. März 2021

Wie können Familienunternehmen den technologischen Wandel für sich nutzbar machen?

Neuer Praxisleitfaden des Wittener Instituts für Familienunternehmen

Die öffentliche Debatte zur Digitalisierung und digitalen Transformation fokussiert sich allzu oft auf rein technologische Aspekte. Der „digitalen Revolution“ liegt allerdings ein allumfassender sozioökonomischer Strukturwandel zugrunde: die Entwicklung der Industrie- zur Wissensgesellschaft. 

Welche Folgen hat dieser Paradigmenwechsel für Wirtschaft und Gesellschaft? Welche Konsequenzen und Herausforderungen ergeben sich daraus speziell für Familienunternehmen? Was können Familienunternehmerinnen und -unternehmer konkret tun, um diese Herausforderungen zu meistern und die mit dem Strukturwandel verbundenen Chancen zu nutzen? 

Diesen und weiteren Fragen widmet sich der aktuelle WIFU-Praxisleitfaden „Familienunternehmen in der digitalen Transformation – Herausforderungen und Erfolgsfaktoren“. 

Die Lektüre macht deutlich, dass sich die für Familienunternehmen typischen traditionellen Verhaltensweisen auch im digitalen Zeitalter als Vorteil erweisen können, und zwar dann, wenn diese mit neuen Fähigkeiten und Fertigkeiten kombiniert werden. Hierzu zählen die Autoren insbesondere solche Fähigkeiten, die es Mitgliedern von Familienunternehmen ermöglichen, sich neues Wissen anzueignen und darauf basierend etwa neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Darüber hinaus geht es aber auch um die Fähigkeit zur Gefahrenabwehr, indem die organisationale Widerstandskraft des Familienunternehmens gegenüber äußeren Einflüssen gesteigert wird.


„Uns ist es wichtig, Familienunternehmerinnen und -unternehmern nicht nur den Blick auf das große Ganze zu vermitteln, sondern daraus konkret bearbeitbare Kernfragen abzuleiten, die in Familie und Unternehmen bearbeitet werden können“, so Prof. Dr. Marcel Hülsbeck, Co-Autor des Leitfadens und Professor an der Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft an der Uni Witten/Herdecke. „Die nächste Generation spielt eine zentrale Rolle in der digitalen Transformation von Familienunternehmen und unser Praxisleitfaden dient als Hilfestellung für Unternehmerfamilien, dass diese noch besser über Generationen hinweg voneinander und miteinander lernen können“, ergänzt Dr. Leopold von Schlenk-Barnsdorf, ebenfalls Co-Autor.


Alle WIFU-Praxisleitfäden stehen auf der Homepage des WIFU (www.wifu.de/bibliothek) kostenlos zur Verfügung.

Mittwoch, 6. Januar 2021

Was wird 2021 anders? Wichtige Änderungen im Überblick

Gut für Familien

Foto: djd/BVR/Getty Images/Geber86


Familien dürfen sich freuen: Kindergeld und Kinderfreibeträge werden 2021 erhöht,
beim Elterngeld gibt es flexiblere Regeln.

 

(djd). Corona bestimmt auch zum Jahreswechsel die Schlagzeilen weltweit. Der deutsche Staat wird im kommenden Jahr vielen Betrieben unter die Arme greifen müssen, Art und Umfang der Hilfen hängen vom Fortgang der Pandemie ab. Aber auch ganz unabhängig von Corona ändert sich 2021 einiges, der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) hat wichtige Neuerungen zusammengestellt.

Kindergeld wird erhöht

Ab dem neuen Jahr steigt das Kindergeld um jeweils 15 Euro auf 219 Euro für das erste und zweite Kind, auf 225 Euro für das dritte sowie auf 250 Euro für das vierte und jedes weitere Kind. Der Kinderfreibetrag pro Elternteil beträgt nun 2.730 Euro. Das sind 144 Euro mehr. Der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf beläuft sich auf 1.464 Euro pro Elternteil.

Neue Elterngeld- und Elternzeit-Regeln

Beim Elterngeld wird der sogenannte Partnerschaftsbonus neu geregelt. Eltern erhalten ihn, wenn beide parallel in Teilzeit arbeiten. Künftig können Eltern die Bezugsdauer flexibel zwischen zwei und vier Monaten wählen. Bisher galt eine feste Bezugsdauer von vier Monaten. Zudem wird der Stundenkorridor, in dem Eltern neben dem Bezug von Elterngeld arbeiten können, auf 24 bis 32 Stunden erweitert, bisher waren es 25 bis 30 Stunden.

Neue Grundrente tritt in Kraft

Anspruchsberechtigt für die neue Grundrente ist, wer mindestens 33 Jahre lang gearbeitet, Kinder erzogen und Angehörige gepflegt hat, aber im Durchschnitt wenig verdient hat – über die gesamte Zeit höchstens 80 Prozent des Jahresdurchschnittsverdienstes. Diese Personen – rund 1,3 Millionen Menschen – erhalten damit einen Zuschlag auf ihre Rente. Er beträgt bis zu 418 Euro im Monat. Ob ein Anspruch auf Grundrente besteht, wird automatisch geprüft.

Beim Online-Einkauf: starke Kundenauthentifizierung erforderlich

Wer beim Online-Shopping mit seiner Mastercard oder Visa-Karte bezahlen will, muss künftig registriert sein. Um Zahlungen noch stärker zu schützen, erhalten Kunden beim Online-Einkauf mit ihrer Kreditkarte eine Nachricht mit den Transaktionsdaten über eine App oder per SMS inklusive der individuellen TAN aufs Smartphone. Die Registrierung erfolgt einfach und kostenlos etwa über die Webseite der Volksbank oder Raiffeisenbank vor Ort oder unter www.sicher-online-einkaufen.de.

Immobilienverkauf: Maklerkosten werden geteilt

Verkäufer einer Immobilie, die einen Makler beauftragen, müssen die Kosten dafür künftig mittragen. Dies regelt das neue Gesetz zur Maklerprovision. Käufer brauchen demnach nur noch maximal die Hälfte der Maklerkosten zu übernehmen.